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TOD ODER EHRE TEIL 2

Sergeant Keers rannte was das Zeug hält. Um ihn herum schlugen Laserstrahlen in die aufgewühlte Straße ein, als er sich mit letzter Kraft in einen Häusereingang schmiss. Er hatte bis zu letzt an der Barrikade gekämpft, selbst als der Rückzugsbefehl kam und er seinen Trupp weggeschickt hatte. Er war von einer rasenden Wut gegen die Kultisten gepackt worden und erst als er einen Treffer in den linken Arm bekam, der auf unzählige Streifschüsse folgte, wurde er vernünftig und trat den Indirekten Angriff (kurz genannt Rückzug) an.

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Keers rappelte sich auf und sah sich um. In einem geräumigen Raum umringten ihn der Rest seiner Leute. Es waren noch sechs am Leben, allesamt erfahrende Kämpfer, die schon lange mit und unter Keers dienten "Und gibt es was Neues?" Korporal Serbel machte Meldung. "Sarge, vier Männer Verluste. Soldat Hamerson hat einen Schwerthieb am Arm abbekommen, er wird bereits verarztet. Sonst nur oberflächliche Verletzungen. Es geht uns also den Umständen entsprechend. Wir haben unterwegs Munition eingesammelt, wir haben also keine Bewaffnungsprobleme. Mike, schuldigung Sarge, Soldat Mike Mitchell hat Kontakt mit dem HQ aufgenommen, Oberst Monkel will sie sprechen. Das wäre alles, Sarge!" "Gut, Serbel, teil die Leute in zwei Gruppen. Die eine soll Wache halten, die anderen ruht sich ein wenig aus" Sein Korporal salutierte und ging davon um den Befehl weiter zu geben.
Keers lockerte die Koppel und steckte seine Boltpistole in das Halfter, während er sein Kettenschwert weiterhin in der Hand behielt. Seine Laserpistole hatte den Geist aufgegeben, so dass er sich der Waffe eines toten Leutnants annahm. Er ging in einen kleineren neben Raum, wo der Funker auf ihn wartete. Er legte sein Kettenschwert neben sich auf den Boden, während er sich auf einem klapprigen Stuhl niederließ und den Hörer aus der Hand des Soldaten Mike entgegen nahm "Hier Sergeant Keers. HQ bitte melden." Ein Knistern war zu hören und Keers wollte gerade schon die verdammte Technik ausführlich beschimpfen, als eine verzerrte Stimme sich aus dem Knistern abhob "Oberst Monkel hier. Meine Güte Sergeant, kann sie nix umbringen? Wir hatten sie für Tod gehalten, nachdem Sie wie ein Irrer den Befehl zum Rückzug, sagen wir überhört, haben. Sie haben neue Befehle. Es ist eine riskante Mission, welche sie wahrscheinlich das Leben kosten wird."
Nun sprach wieder der eiskalte Oberst zu seinen Untergebenen. "Einer der Thunderhawks ist abgestürzt. Die Absturzstelle liegt auf feindlichem Gebiet. Ihre Einheit wurde ausgemustert, die Überlebenden zu beschützen, wenn möglich zum Kommandohauptstützpunkt zu bringen. Dies wäre jedoch eine Selbstmordlösung, da sie dann mit Verletzten durch die feindlichen Linien müssten, was sie ohne schon nur mit Mühe hin bekommen werden. Wir haben schwachen Funkkontakt zu den Überlebenden. An Bord waren zwanzig Soldaten und vier Marines. Laut den wenigen Informationen die wir erhalten haben, leben noch sechs Soldaten und zwei Marines. Der Großteil davon verletzt. Sie müssen die Stelle sichern, solange sie können, bis die Verstärkung von außerhalb ankommt."
Die Verbindung wurde schlechter. "...Trupp... Kasrkin... wegs...Warten... bis... eingetroffen... Glück... Ende." Mike Mitchell, Mitchell genannt, fluchte leise und schüttelte den Kopf. "Das wird ein mordsgefährlicher Spaziergang, Sarge!" "Ich weiß. So viel ich verstanden habe ist ein Trupp Kasrkin unterwegs zu uns, also warten wir noch eine Weile. Ruhen sie sich aus und wecken sie mich wenn sich Monkel meldet." Mitchell nickte und machte es sich gemütlich. Keers ging aus dem Raum und setzte sich auf den Boden. Er zündete sich eine Zigarette an und lehnte sich gegen die Wand. Er schloss die Augen und versuchte, nicht an die bevorstehende Mission zu denken.

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Eine Stunde später traf der Trupp ein. Zehn Kasrkin stampften im schwachen Licht des Sonnenunterganges geduckt auf das Haus zu. Ein Wachposten hatte sie gemeldet, als sie bereits an der Tür waren. Einer nach dem anderen trat ein. Zur großen Überraschung Keers, trat als letzter sein alter Freund Triker durch die Tür. Triker grinste fröhlich. "Morgen Keers. Na? Alles fit bei dir? Man, hier sieht's ja aus!" Keers und die anderen seines Trupps lachten und die Anspannung auf den Gesichtern der Soldaten löste sich etwas. "Ja ich freu mich auch dich zu sehen", antwortete Keers und schüttelte seinem Freund die Hand.
"So, ich weiß von der Mission, dass wir die Absturzstelle eines Thunderhawks sichern müssen und zwar verdammt lange. Hat der gute Monkel noch was verlauten lassen?" Keers schüttelte den Kopf. "Negativ. Ich schlage vor wir rücken sofort ab. Je eher, desto besser." "Einverstanden, Kumpel, dann lass uns mal ein bisschen Spaß haben." Die Soldaten machten sich daran ihre Ausrüstung anzulegen, was nicht lange dauerte, da die meisten mit voller Ausrüstung geruht, oder geschlafen, hatten, während Trikers Kasrkin warteten und die Umgebung im Auge behielten. "So Männer. Abmarsch!" Einer nach dem Anderen verließen sie das Haus...

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"Ich hab ihn", sagte Hamerson. Sie knieten im Schutz einer halb zerstörten Barrikade und suchten die vor ihnen liegende Straße nach feindlichen Soldaten ab. Hamerson zielte auf den Dark Eldar Soldaten, der sich im obersten Stockwerk eines Hauses, direkt vor ihnen verschanzt hatte und die Straße im Auge behielt. Hamerson ließ sich Zeit und prüfte sorgfältig Weite und Höhe. Er drückte ab und nach einem kurzen Zischen, traf der Schuss den Dark Eldar in die Brust, so dass dieser kopfüber aus dem Fenster fiel. Mit einem dumpfen Knall landete er auf der Straße und bewegte sich nicht mehr. Keers klopfte Hamerson anerkennend auf die Schulter. Er drehte sich zu den anderen um und gab das Zeichen zum Vorrücken.
Ein Kasrkin und Kalkens, einer der Soldaten aus Keers Truppe, rannten los, quer über die Straße und verschanzten sich hinter einem Schutthaufen. Als sich nichts rührte, rannte auch der Rest des Trupps weiter und sicherte die Straße. Triker schaute auf den kleinen Digitalbildschirm "Wir sind bald dort. In drei Häuserblocks sind wir am Ziel," sagte er und nickte Keers aufmunternd zu. Dieser wollte gerade das Zeichen zum weitermachen geben, als sie entferntes Donner und Geschützfeuer hörten.
"Sie greifen das Zentrum an", rief Keers und sprang auf. Triker riss ihn zurück hinter den Tonnenstapel, hinter dem sie lagen. "Keers, verdammt, beruhig' dich. Was willst du machen? Laut feuernd in den Feind rennen? So hilfst du den Anderen auch nicht. Wir müssen unseren Auftrag erfüllen. Den Überlebenden können wir helfen, den anderen nicht. Verdammt, hör auf und mach die Männer nicht verrückt!" fragte er ihn aufgebracht. "Meine Fresse, ich dachte du bist lang genug bei der Armee. Denk an deine Männer!" Keers beruhigte sich und sah Triker entschuldigend an. Er stand auf und gab den Befehl zum weiter machen...

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Sie waren keine fünf Minuten unterwegs, als plötzlich die Hölle ausbrach. Zwei Kasrkin stürzten getroffen nieder und wanden sich am Boden. Soldat Lukras, aus Keers Trupp, zerfetzte ein Bolterschuss den Kopf. "In Deckung. Los alle Mann runter", schrie Keers und warf sich hinter einen Felsblock. Der feindliche Beschuss prasselte weiter mit ungeheurer Macht auf sie nieder. Ein weiterer Kasrkin wurde getroffen, konnte aber mit in Deckung gezogen erden und wurde nun so gut es ging verarztet.
"Jones zieh deine Rübe hinter die Tonne zurück, verdammt Jones geh in Deckung, Will geh zu Carter, er braucht Hilfe, Charles, sieh zu das du deinen Melter hier hin bewegst", brüllte Triker die Befehle. Keers zog den Soldaten Ruskof aus seinem Team hinter einen Felsblock und zog mit seiner freien Hand seine Boltpistole. Er wollte grade aufspringen und den Beschuss erwidern, als keine 10 Meter neben ihm eine Fragmentgranate einschlug. Instinktiv duckte er sich und warf sich zur Seite, zog dabei Ruskof mit sich. Er landete auf Ruskof und rollte sich zu Seite. Es regnete Splitter, Trümmer und andere Gegenstände auf sie herab, die sich als zerfetzte Körperteile entpuppten. Als der Hagel aufhörte, erhob sich Keers mühsam. Es war totenstill, abgesehen von den entfernten Schlachtgeräuschen um das Zentrum. Er rieb sich den Staub aus den Augen und sah auf die Stelle, wo die Granate eingeschlagen war. Der aufgewirbelte Staub legte sich langsam und enthüllte einen grausigen Anblick. Von dem Soldaten Kalkens war das Gesicht kaum noch zu erkennen, die beiden Kasrkin die ebenfalls getötet worden waren, konnte man nicht mehr identifizieren. Der junge Funker Mitchell war von einem Splitter in den linken Arm getroffen worden, hielt sich aber tapfer auf den Beinen. Er war der jüngste des Trupps und noch recht unerfahren und noch sehr emotional, was er sich in der Armee noch abgewöhnen würde.
"Hamerson, verdammt wo sind sie? Triker, du Irrer melde dich", brüllte Keers über die Trümmer. Ruskof, der bei dem gemeinsamen Sturz ohnmächtig geworden war, kam zu sich und stellte sich neben Keers. Mitchell kam ebenfalls auf sie zu und setzte sich auf einen Trümmerbrocken. James, der Flammenwerfer des Teams erhob sich aus den Trümmern und kam hustend auf sie zu. Seinen Flammenwerfer hielt er eisern umklammert. Korporal Hamerson tauchte jedoch nicht auf, ebenso wenig Triker mit seinen Kasrkin. "Scheiße, verdammte scheiße," fluchte Keers und schlug vor Wut mit der Faust auf die Häuserwand ein, an der sie standen, bis sie blutig war. Erschöpft viel er auf die Knie. Still betete er zum Imperator. Er erhob sich, nahm still und mit starrem Blick sein Kettenschwert, schob seine Boltpistole in den Halfter und hängte sich das Gewehr vom Toten Kalkens über den Rücken. Bittere Tränen rannen ihm übers Gesicht. Er marschierte in den aufziehenden Nebel hinein und seine Männer folgten...



Urheberrecht: Maximilian Sondermann, 2005



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