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DUMM GELAUFEN TEIL 1

Die Nacht war still, nur in der Ferne erklangen dumpfe Geräusche hervorgerufen durch die Artillerie der Imperialen Armee, welche wieder einmal Stellungen der Häretiker unter Beschuss nahmen. Beinahe lautlos schweben die Grav- Schirme Richtung Chronos. Leutnant Benedict und sein Elitekommando wurde in 5.000 Meter Höhe von einem Imperialen Landungsschiff abgeworfen. Ziel der Operation: Versorgungsdepots des Gegners zerstören. Bis zur Landung würde es noch einige Minuten dauern, Benedict ließ sich den Auftrag noch einmal durch den Kopf gehen. Er hoffte die Aufklärungsdaten die er zur Auswertung bekommen hatte waren einigermaßen Aktuell. Der Ablauf der Operation war bis ins letzte Detail ausgearbeitet worden. Benedict hatte jedoch seit dem Massaker von Thor immer einen Plan B im Kopf. Wenn die Aufklärungsdaten nicht stimmen sollten, würde der letzte Punkt des Planes „Rückzug zu den eigenen Reihen“ gewaltige Probleme bedeuten und dann war nichts wichtiger als ein Plan B. Während er Punkt für Punkt den Plan durchging schweiften seine Gedanken ab und er dachte über seine Männer nach. „Stormtrooper Elitekommando“ Pah! Sie hatten zwar eine gute Ausbildung und die beste Ausrüstung der Imperialen Waffenkammer aber der Großteil seines 9- Mann starken Trupps waren noch grün hinter den Ohren. Er hatte erst vor kurzem ein eigenes Kommando erhalten, denn die Liste seiner Einsätze hatte bereits eine beachtliche Länge erreicht, aber nicht weil er ein hitzköpfiger Ordenjäger war, sondern ein kühler Kalkulierer. Diese Eigenschaft hätte ihm beinahe den Kopf gekostet. Als er einen Befehl von Kommissar Reich als Himmelfahrtskommando deklarierte. Er wurde der Untreue zum Gottkaiser beschuldigt, nur der Wiederruf seiner Aussage rettete ihm vor dem Erschießungskommando. Er und zwei seiner Kameraden, die sich nun in seiner Einheit befinden überlebten nur durch Glück diesen Einsatz. Er wusste Ramon und Lee sind das Rückrad seiner Einheit. „Leutnant, mit den Koordinaten stimmt etwas nicht“. Die Worte aus dem Helmfunkgerät rissen ihn zurück in die Realität. „Ruhe! Mann, halten sie sich an die Funkstille.“ Die leise aber energische Stimme des Leutnants brachte Emmerich zum Schweigen. Die Helmfunkgeräte hatten zwar nur eine kurze Reichweite, jedoch die Gefahr war zu groß abgehört zu werden. Sie befanden sich nur noch wenige Meter über der Landezone. In den Helmen waren Zielvisiere und Restlichtverstärker eingebaut, aber der dichte Nebel nahm den Männern jegliche Sicht. Benedict sah auf seinen Höhenmesser und machte sich bereit für die Landung, 12,11,10, 9. Dann ein harter Aufschlag, seine Knie prallten so hart gegen seinen Brustkorb das er beinahe das Bewusstsein verlor. Der Fallschirm schleifte ihn noch einige Meter über den Boden, Benedict konnte nun seine Umgebung erkennen. Dies war keine Waldlichtung, er ist auf einem Gebäude aufgeschlagen. Er lag schwer Atmend auf dem Boden und versuchte sich und seinen Körper in Einklang zu bringen als eine Windböe an seinem noch immer aktivierten Grav-Schirm zu zerren begann. Er wurde einige Meter über den Boden geschleift, jedoch kurz bevor ihm sein Schirm in den Abgrund riss löste er die Verbindung. Benedict öffnet sein Helmvisier, um tief Luft zu hohlen. Während er versuchte die Schmerzen in der Brust zu kontrollieren, schoss es ihm durch den Kopf, dieser Hitzkopf Emmerich hatte Recht, es waren die falschen Koordinaten. Er musste schleunigst seine Männer sammeln bevor sie entdeckt werden. Er rappelte sich auf und machte sich auf die Suche nach einer Abstiegmöglichkeit. Es handelte sich um ein ausgebranntes Haus einer Imperialen Wohnsiedlung wie sie zu Hunderten aus diesem Agrarplaneten gestampft worden sind. In ihnen wurden vor der Invasion Tausende Arbeiter und ihre Familien untergebracht. Er entdeckte eine Nottreppe, die ebenfalls ausgebrannt war und dadurch nicht sehr vertrauenserweckend erschien. Als der Leutnant sich auf den Weg nach unten machte und erkannte das er seine Handlampe bei seinen Aufprall verloren hatte und die Zeit für die Suche nicht verschwenden wollte verschloss er wieder sein Helmvisier um durch den Restlichtfilter wenigstens einige Umrisse zu erkennen. Im zweiten Stockwerk angelangt, gab der Boden unter seinen für einen kurzen Ruck nach. Er dachte schon die Treppe würde einstürzen, es war aber nur der Brustkorb eines Bewohners der es nicht mehr rechtzeitig aus dem Gebäude geschafft hatte. Endlich der Ausgang, er sondierte einige Zeit die Umliegenden Häuser. Im Gebäude gegenüber gestikulierten Emmerich und Drake wild in alle Richtungen. „6 Monate Tarnausbildung und Formationstaktik für den Arsch, ich werde sie selbst erschießen wenn sie sich nicht zusammenreißen...“. Während er vor sich hinmurmelte erkannte er in seinem Augenwinkel eine Bewegung. Er öffnete sein Helmvisier um den Blickwinkel zu erweitern und erkannte Ramon und Lee wie sie sich gegenseitig Deckung gebend auf die Position von Emmerich und Drake vorarbeiteten, bei diesem Anblick schöpfte er Hoffnung diesen Einsatz doch noch zu überleben. Er gab Ramon und Lee Zeichen die Straße nach beiden Richtungen zu sichern und rannte in das gegenüberliegende Gebäude um Emmerich und Drake in den Arsch zu treten. Er sammelte seinen kleinen Trupp in einer Eingangshalle und machte sich auf die Suche nach den übrigen Leuten. Nach wenigen Minuten waren sie vollzählig. „Schild des Imperators,“ die Männer gingen in Position und Benedict studierte die Einsatzkarte. Nach kurzem stand fest, er und seine Männer sind in einem riesigen Scheißhaufen gelandet, sie befanden sich 20 km hinter den Feindlichen Linien, wobei er sich wunderte noch am Leben zu sein. „Sir, 1300 Feindbewegung. Es handelte sich um 25 bis 30 Objekte, anscheinend Führungslos.“ Lee hatte Recht, auf einer der Zufahrtsstraßen spielte sich was ab. Der Haufen lief ketzerische Sprüche schreiend über den Hauptplatz, als wären sie alleine auf den Planeten. Die Bewaffnung war schlecht bis keine. „Klaue des Imperators, feuern nur auf Befehl.“ Die Männer gingen lautlos in Position, obwohl bei diesem Geschrei eine Chimäre noch lautlos sein würde. Der Hauptplatz hatte mehrere Ausgänge, er hoffte sie würden nicht seine Position wählen. In der Mitte des Platzes hielten sie an und Benedict erkannte zum ersten Mal das sie zwei Imperiale Gefangene hinter sich her schleiften. Sie waren bereits übel zugerichtet. Einer hatte bereits die Besinnung verloren, sein ganzer Körper was übersäht mit blasphemischen Zeichen die in seine Haut geschnitten waren. Die beiden wurden an den Sockel von einer gestützten Statue genagelt. „Sir, sollen wir das Feuer eröffnen.“ „Negativ!“ „Aber Sir….“Ein Blick genügte um Ramon zum schweigen zu bringen. Es waren Soldaten der Iron Guard, sie hielten sich wacker, kein Wimmern kam über ihre Lippen. Nach einiger Zeit schrie einer der Kultisten: „Schädel für den Schädelthron.“ Sofort begannen sie einen Soldaten das Fleisch vom Schädel zu schneiden. Das war zuviel für ihn, er begann sich die Seele aus dem Leib zu schreien. „Sir!“ Ramon sah Benedict in die Augen. In seinen Augen spiegelten sich Verzweiflung und Mitleid‚Sie hatten eine Mission, es währe unklug ihre Position zu verraten.’ Benedicts Gedanken rissen ihn in einen dunklen Schlund der Verzweiflung. „Feuer!“Wie aus einer Waffe rasten die Lasersalven über den Platz. Die Hochenergie-Lasergewehre durchtrennten mit Leichtigkeit Sehnen und Knochen. Ein Augenzwinkern später lagen bereits einige Kultisten in ihrem Blut und zuckten ihre letzte Lebensenergie aus ihren verruchten Körpern. Doch von Panik in den Reihen des Feindes war keine Spur. Sofort stürmten sie auf ihre Position zu, wild aus ihren Schrotflinten und Sturmgewehren feuernd. Diese Wahnsinnigen steckten Treffer weg die jeden andern zu Boden geworfen hätten, wurde kein lebenswichtiges Organ getroffen rannten sie einfach weiter. Ein Riese von einem Mann hatte nur noch wenige Meter bis zu Emmerich, sein Gesicht war vom Wahnsinn verzerrt, Schaum quoll aus seinen zahlreichen Zahnlücken. Sein linker Arm war beinahe abgetrennt er hing nur noch an einigen Hautfetzen, sein Brustkorb war nur noch ein blutiger Krater. Dieser Mann dürfte nicht mehr an Leben sein, jedoch dieser sture Bock wollte unbedingt jemand sein ellenlanges Kampfmesser vorstellen und dieser jenige sollte anscheinend Emmerich sein. Emmerich hielt voll drauf, eine Wunde nach der anderen platzte auf, dann endlich war sein Lebensfunke erloschen. Durch die Wucht seines Laufes durchschlug sein lebloser Körper die Holzbarrikade die Emmerich als Deckung gewählt hatte und begrub den noch immer wild feuernden Stormtrooper in einem Splitterregen unter sich. Dieser Fleischberg verschaffte einigen Kultisten die nötige Zeit um in den Nahkampf zu kommen. Benedikt konnte mit seinen Bolter noch einen Gegner neutralisieren der gerade Amon anfallen wollte, dass Boltergeschoss traf ihn mitten im Sprung. Durch die Wucht des Aufschlages und die anschließende Explosion wurde er einige Meter nach hinten geschleudert. Jedoch der zweite erreicht Amon, er landete mit seinem Unterkiefer am Gewehrkolben des Soldaten, wodurch der Kiefer mit lautem Knacken zu Bruch ging. Er krallte sich an Amon wie ein Kind welches gerade von seiner Mutter gestillt wird. Amon versetzte seinem Gegner einige Kopfschläge mit seinem Helm. Er war jedoch nicht wegzukriegen. Der Kultist merkte dass er seinem Gegner körperlich weit unterlegen war. Auf seinem zernarbten und blutigen Etwas, welches einmal sein Gesicht war zeichnete sich ein besessenes Grinsen ab, als er die Splittergranaten entdeckte die Amon auf seinen Schutzweste befestigt hatte. Ohne zu zögern entfernte er die Sicherungsstifte und presste sich mit aller Kraft an Amon. Dieser versuchte verzweifelt diesen verdammten Blutegel los zu werden, als er erkannte das es zu spät war, konnte er nur noch seine Kameraden warnen: „GRANATE!“ Die Männer in seiner Nähe reagierten sofort und sprangen in Deckung. Einen Augenblick später detonierten die Granaten. Der Knall war noch nicht verhallt, eröffneten Benedicts Männer sofort wieder das Feuer, es war ein schneller Feuerwechsel auf kürzerste Distanz, Laserblitze zuckten kreuz und quer durch die Stellung. Im Rauch der Explosion erzeugten die Salven wahnwitzige Schattenspiele des Todes. Hendriks Flammenwerfer durchschnitt den Qualm wie ein alles verschlingender Drachenodem. Durch Taktik konnte der Kampf nicht mehr entschieden werden. Es war nur noch ein wildes unkontrolliertes Schlachten. Von einem Moment auf den Andern herrschte Stille. Es war ein gespenstischer Eindruck, langsam wurden die Umrisse der Überlebenden wieder sichtbar als sich die Staubwolke der Granatenexplosion langsam verzog.

Vorsichtig erhoben sich die Männer aus ihrer Deckung. Hendrik hatte seinen Flammenwerfer so verkrampft in den Händen, dass seine Knöchel so blutleer waren wie eine 3 Wochen alte Wasserleiche. Das einzige Geräusch, was zu hören war, war die Zündflamme seiner Waffe. Die Männer untersuchten die Leichen auf eventuelle Lebenszeichen. Anscheinend hatten sie ihren Job gut gemacht. Bis auf Amon sahen alle halbwegs Unverletzt aus, und bei den beiden Amons die es nun gab würde man vergebens nach Lebenszeichen suchen...“hoffentlich“. Biff hatte seine Waffe noch immer im Anschlag. „He Biff, fauler Sack! Steh auf!“ Lee schlug ihm auf die Schulter und wollte ihn in die Höhe zerren, als sein Körper leblos zusammen sackte. „DOC!“ Der Doc lehnte Biff gegen eine Mauer und machte sich sofort bereit eine Blutung zu stoppen. Er war jedoch sehr erstaunt keine zu finden, er prüfte einige Male die Vitalfunktionen, jedoch negativ. Doc war kein ausgebildeter Arzt, er wurde eher mit dem Job beglückt. Er hatte einfach Talent für solche Dinge. Er sagt immer, wer effektiv heilen kann, kann auch effektiv töten. Womöglich hat er Recht. Dann entdeckte er dass ein Auge leicht blutet. Als er es berührte begann sofort die Augenflüssigkeit auszulaufen, anscheinend hatte er einen Schrapnellsplitter ins Auge bekommen, der den dünnen Augenhöhlenknochen durchschlagen hatte und dadurch ins Gehirn eindringen konnte Benedict hatte Männer gesehen denen es beide Beine abgerissen hatte, Bauchschüsse, ja selbst Kopfschusswunden hatten Männer schon überlebt und dann so was. Er verdammte diesen kleinen Metallsplitter, die Mission hatte erst begonnen und schon 2 Verluste, das konnte ja noch heiter werden. Er machte sich Vorwürfe weil er den Feuerbefehl gegeben hatte, es war verdammt Leichtsinnig und laut Doc haben es die Gefangenen nicht überlebt. Plötzlich begann sich ein Tod geglaubter Körper zu bewegen. Es war der Riese von einem Fettsack, unglaublich, dass er noch lebte. Der ganze Trupp nahm sofort ihre Waffen in Anschlag. Doch dann begann unter dem Fleischberg eine bekannte Stimme zu fluchen. Dieses Ding von einem Menschen war mindestens so schwer wie ein Ogryn und der Gestank der von ihm ausging konnte mit den Abhumanen allemal mithalten. Als sich Emmerich fluchend und nach Luft schnappend aufrichtete, versetzte er dem toten Körper noch einige Tritte. Nach einiger Zeit merkten die Männer das Emmerich eine durchaus interessante Duftnote verströmte. Es war eine Mischung aus Verwesung und Fäkalien, nun ja es lag möglicherweise daran das der Kultist im Augenblick seines Todes seinen Darm und seine Blase auf Emmerich entlehrte. Als ihn alle Männer schweigend anstarrten, sagte Drake: „OK Jungs Visiere schließen und versiegeln, Emmerich du übernimmst die Vorhut, die weit, weit vorgeschobene Vorhut.“Ein Teil der Männer begannen zu lachen, selbst Benedikt musste grinsen und dachte. Gut, dass sie noch lachen können das wird ihnen noch vergehen. Emmerich der Hitzkopf wollte ihn natürlich sofort an die Gurgel, Benedict pfiff ihn jedoch zurück. „Schluss damit, Munition der Toten einsammeln, Magazine prüfen und bereit mach zum Abmarsch. Versteckt Amon und Biff und erbittet beim Gottkaiser der Gnade ihrer Seelen. In 5 Minuten geht es weiter zu Kontrollpunkt 45-B. Ach ja, Formation Lanze des Lichts, Emmerich du übernimmst die Spitze! Los los los! Wir haben einen Job zu erledigen, oder glaubt ihr, euren Sold bekommt ihr fürs rumsitzen ihr Penner?“ Als die Männer sich an die Arbeit machten, kam Ramon auf Bendikt zu, „Danke für den Feuerbefehl, ich weiß die Mission hätte im Arsch sein können aber seit Thor....“ „Vergiss es, mach dich Abmarschbereit.“Benedikt kannte Ramon schon seit seiner Rekrutierung, er dachte sich damals schon er ist zu sensibel für den Job, oder waren die anderen zu abgebrüht, egal, er war einer der besten Soldaten die er kannte. Sie waren bereits seit Stunden unterwegs, und der Zeitplan war nun Endgültig nur noch einige Bits in seinem Datenspeicher ohne Sinn. Nicht nur wegen der falschen Abwurfzone sondern auch weil es von Kultisten nur so wimmelte, es mussten immer wieder große Umwege in Kauf genommen werden um nicht entdeckt zu werden. Er fühlte sich schon wie ein kleiner Käfer in einem Bau voller Killerameisen. Die Sonne war bereits aufgegangen und tauchte die Ruinen in ein unwirkliches diffuses Licht, entstanden durch den Staub und Rauch der durch die Kämpfe bereits in die obern Luftschichten geschleudert wurde. Benedikt wagte zu bezweifeln ob dieser Planet jemals wieder ein Agrarplanet werden würde. Als sie Kontrollpunkt 45-C erreichten streckte Emmerich seine Hand in die Höhe, sofort sprintete die Truppe in Deckung. Sie befanden sich an der Grenze zum Villenviertel das sich über einen kleinen Hügel erstreckte. Auf ihm befindet sich das erste Ziel. Ein Munitionslager welches die Geschütze der Rebellen in den Sektoren 4 und 5 versorgte. Laut Aufklärung war das Objekt schwach gesichert. Diese Geschütze hatten bei Angriffen der Imperialen Armee bereits einen hohen Blutzoll gefordert. Wenn sie sich nun durch das Villenviertel bewegen wird es um einiges gefährlicher werden als in den Stadtteilen des Proletariates, wo sie sich bis jetzt aufgehalten hatten. Dort würden sie nicht auf hirnlose Mobs treffen sondern auf organisierte Rebellen. „Ramon, Lee den Weg zu der Villa der Stadthalters erkunden und Meldung erstatten! Ich übermittle euch die Daten auf Helmdisplay. Alle Anderen Deckung suchen, Feuerbereiche beachten.“ Ramon und Lee sprinteten sofort los. „He, keine Dummheiten bei Schwierigkeiten sofortigen Rückzug zur Truppe.“ Die beiden nickten nur kurz und verschwanden auch schon hinter einen Geröllhaufen. Nach einiger Zeit die ihm wie eine Ewigkeit vorkam tauchten Ramon und Lee wieder auf und stellten sofort die Frage: „Von wem hast du noch mal die Aufklärungsdaten, ich nehme an von einem Blinden oder einem hirnlosen Servitor?“ Diese Meldung konnte nichts gutes Verheißen, er gab ihnen ein Zeichen Meldung zu machen. „Also zum Thema leicht bewacht kann ich nur sagen, 5 Züge also mindestens 100 Mann, gut organisiert. Zum Thema in Deckung bis zum Ziel vorarbeiten, Stacheldraht hier, hier und hier, Bunkerkomplex hier und hier und der Vorgarten der Villa des Stadtverwalters ist nun eher als Steingarten zu bezeichnen. Ach ja, bevor ich es vergesse, es ist möglicherweise unwichtig, aber wenn man das erste Mal einen Chaos SpaceMarines live gesehen hat ist man echt beeindruckt.“ Hier musste irgendwas faul sein, entweder befindet sich in diesen Munitionslager die ganze Munition der Rebellen oder... tja oder was. Es ist bekannt das der Kellerkomplex der Villa riesige Ausmaße hat, dort wurden alle Produkte der Privatfirmen des Stadthalters zwischengelagert und ich nehme nicht an das die ganzen Waren über seine Hauseinfahrt geliefert wurden, das ist Bullshit, es muss irgendwo eine Übernahmestelle geben wo das Zeug bereits Unterirdisch in den Komplex gebracht wird. „Ramon, Lee, ist euch ein Gebäude aufgefallen das nicht den Prunkstil der Villa hat möglicherweise sehr hohe und breite Tore oder Kräne?“ „Ja aber dieses Gebäude befindet sich zu weit entfernt zum eigentlichen Ziel, mindestens 200 Meter freie Fläche bis zur Villa von da kommen wir bestimmt nicht unentdeckt in die ans Ziel.“ Das ist unser Ziel dachte er sich, das oder wir sind so gut wie Tod. Die Truppe bezog Stellung in einer Ruine nahe des vermeintlichen Umschlaggebäudes, sie beobachteten die Villa einige Stunden, als sie endlich die Wachfluktuation erkannt hatten und zuschlagen wollten entstand auf einmal hektisches Treiben. Hatten sie uns entdeckt? Was tun? Rückzug, Stellung halten, Benedict spürte wie er nervös wurde auch seinen Männern war es anzumerken. Von der Südseite preschten Transporter in die Anlage. Sein erster Gedanke war, dass die Rebellen Verstärkung bekommen würden. Er atmete, auf als die Transportfahrzeuge nur mit Munition beladen wurden und sofort wieder abfuhren. Jetzt oder nie, er gab den Befehl zum schnellen Vorrücken. Sie rannten wie die Besessenen die wenigen Meter auf das Gebäude zu. „Zugriff von zwei Seiten, Ramon, Lee, Emmerich durch den Nebeneingang, der Rest mit mir durch das Haupttor.“ Noch im Laufen schlossen sie ihre Visiere und teilten sich auf. Drake betrat als erste das Gebäude, es war eine große Halle mit Baumaschinen. Sofort versuchte er potenzielle Ziele auszumachen, es war dunkel doch die Restlichverstärker boten halbwegs gute Sicht. Jedoch nichts, Sekunden später betraten auch der Rest der Truppe die Halle, die Waffen im Anschlag und ruckartig die Richtung wechselnd, um mögliche Ziele ausfindig zu machen. Doch nichts, sie senkten langsam die Waffen, jedoch noch immer auf äußerste angespannt. Benedict wollte gerade den Befehl zum Ausschwärmen geben als er hinter sich ein Quietschen hörte und danach leise Stimmen die schnell lauter wurden. Alle drehten sich sofort in die Richtung der plötzlich auftauchenden Gefahr, durch sein Visier hatte er nur ein sehr eingeschrägtes Sichtfeld. Als er sich umgedreht hatte sah er wie drei Männer den Raum betraten, sie hatten Uniformen der PVS, welche jedoch mit ketzerischen Zeichen übersäht waren, er hörte Worte wie ‚Kartenspiel’, ‚gezinkt’, ‚verdammter Falschspieler’. Als sie die Stormtrooper sahen hielten sie für einen Bruchteil einer Sekunde inne, ein tödlicher Fehler. Als der erste seinen Mund öffnete um Alarm zu geben, schlug auch schon der erste Laserimpuls in seinen geöffneten Rachen und trat in der Höhe des Nackens wieder aus. Kein Schrei war zu hören nur ein feuchtes, matschiges Gurgeln. Der Kehleninhalt des Ersten blendete die Augen des zweiten Wachsoldaten, Blut und Knochensplitter spritzen im in die Augen und er begann unkontrolliert herumzuballen, bis ihn das gezielte Dauerfeuer niedermähte. Der dritte reagierte etwas schneller, er konnte, bevor er durchsiebt wurde, noch einige gezielte Schüsse abgeben. Aber auch er konnte sich nicht lange der Übermacht der Eindringlinge erwehren. „Eingänge sichern, feststellen ob sie auf uns Aufmerksam geworden sind.“Seine Männer verstreuten sich lautlos in der Halle, von draußen war das Dröhnen der Transporter zu hören, das gab ihm Hoffnung nicht entdeckt worden zu sein. Nur Drake blieb stehen. Er starrte ungläubig auf ein rauchendes Loch in seiner Brustpanzerung. „Scheiße Drake, was ist los?“ Keine Antwort. „Drake.“ Nichts. Erst als er ihn rüttelte glotzte Drake Benedikt mit starrem Blick an. „Verdammt! Es brennt wie die Hölle, aber ich glaube es ist nicht weiter. Ich kann es nicht glauben aber diese miese Panzerung hat gehalten.“„Warum stehst du dann blöd rum? Geh zu Emmerich an der Hintertür in Position.“ Er wankte zu Emmerich der ihn mit den Worten, ‚schönes Loch’ empfing. Drake daraufhin ‚ Danke’. Wahrhaftig diese Ärsche haben nichts mitbekommen, vor der Villa war das gewohnte hektische beladen der Fahrzeuge zu erkennen, dabei kam ihm der Gedanke das jede Kiste die geladen wurde Tod und Schmerz über seine Kameraden beim nächsten Angriff bringen würde, wie auch immer keiner kümmerte sich auch nur einen Dreck um sie, das würde ihnen einen wichtigen Vorteil bringen. Er kannte die Macht des Überraschungsmomentes. Konnte man so viel Glück haben? Die Spuren des kurzen Gemetzels wurden beseitigt und sie machten sich auf die Suche nach einem Abstieg in den Kellerbereich. Sie mussten nicht erst lange suchen um den Lastenaufzug zu finden der nach unten führte. Sie wagten jedoch nicht ihn zu aktivieren, in der Besorgnis doch noch Aufmerksamkeit zu erregen. Benedict gab den Befehl über den Serviceschacht einzusteigen und er machte Druck, denn es war nur eine Frage der Zeit bis die getöteten Männer vermisst wurden. Der Schacht war stickig und verdreckt, wenn sich seine Leute so um ihre Technik kümmern würden, könnten sie was erleben! Sie sind von ihrer Technik abhängig, sie ist es die einem den entscheidenden Vorteil in einer Patt Situation gibt. Sie betraten über einen kleinen Ausgang des Wartungsschachtes den Hauptgang, er war groß genug um Lastkraftwagen darin fahren zu lassen. Kreuz und Quer standen Stapelfahrzeuge mit Kisten herum. Anscheinend wurden hier bereits Plünderungen durchgeführt. Die Decke war über und über mit Leitungen und Rohre bedeckt. An der linken Seite endete der Gang an der großen Hebebühne, rechts erstreckte sich der Gang über mindestens zweihundert Meter, Er konnte es nicht genau erkennen wobei Unmengen von Gängen an der Seite zu erkennen waren. Am Ende des Ganges musste sich ein Hauptlager befinden. Die Sicht war schlecht nur eine schwache Notbeleuchtung tauchte den Gang in ein dunkles Rot. Das ist ein Verdammtes Labyrinth. „Langsamer Vorstoß, Lanze des Lichts, Emmerich und Hendrik darf ich bitten?“ Emmerich und Hendrik mit seinem Flammenwerfer übernahmen die Führung, bei jeden Seitengang, prüften sie ihn genau bevor sie weitergingen. So arbeiteten sie sich Stück für Stück an ihr Ziel heran. Je näher sie dem Haupttor kamen desto mehr Graffiti war an den Wänden zu sehen, Kreuze mit acht Enden. Er kannte die Zeichen nur zu genau. Wenn das Reich sehen könnte, würde er in einen Blutrausch verfallen, dieser irre Fanatiker. Wie auf Thor, er konnte nun die Parallelen mit diesem traumatischen Einsatz erkennen, die Erinnerungen würden ihn auch noch nach seinem Tod verfolgen, sein vernarbter Körper würde ihn auch ewig daran erinnern. Auch Ramon und Lee wurden unruhig, sie fühlten anscheinend dasselbe wie er selbst. Bull begann Litaneien des Glaubens an unseren Herrn zu Terra brabbeln, das machte er angeblich immer wenn ihn der Arsch auf Grundeis ging. Je näher sie der Haupthalle kamen desto mehr Schmierereien waren zu erkennen. Das Böse war fast physisch zu spüren, ein Kribbeln im ganzen Körper, er war sich sicher in diesem Keller befand sich nicht nur Munition, da war noch etwas anderes. Er verspürte den Drank das ganze Abzubrechen, nur sein Ehrgefühl als Soldat trieb ihn weiter. Als sie beim letzten Quergang angelangt waren, sah Emmerich um die Ecke und erblickte nur ein großes metallenes Auge auf einer Brustplatte. Er lies seinen Blick nach oben schweifen und sah in die kalten erbarmungslosen Augen eines Chaos Marines. Dieser holte zum Schlag aus schneller als man sehen konnte. Mit einer unheimlichen Leichtigkeit schleuderte er Emmerich in den gegenüber liegenden Gang. In der Höhe von Hendriks Kopf flog Emmerich gebogen wie die Krummnase von Kommissar Reich an ihm vorbei, denn der Hieb hatte ihn genau in der Magengegend getroffen. Er schlitterte noch einige Meter wie ein Sack voll Fleisch am Boden entlang und blieb dann regungslos liegen. KONTAKT. Die Zündflamme von Hendriks Flammenwerfer tanze in wilder Erwartung ihre Aufgabe zu erfüllen, dann zischten Chemikalien über die Zündflamme und entfesselten ein Inferno aus Hitze und Rauch. Der Chaos Marine wurde komplett von den Flammen umhüllt. Die Flammenzungen leckten das erhitzte Körperfett vom Gesicht des Verräters. Hendrik dacht noch, der Riese hätte besser seinen Helm aufsetzten sollen. Seine Siegessicheren Gedanken verpufften wie ein Ogrynfurz als sein Gegner unbeeindruckt von den Flammen die sich in jede Fuge seiner Rüstung fraßen, seine Boltpistole und sein Kettenschwert zog. Das Geschoss traf ihn in Brusthöhe und explodierte im Inneren seine Körpers. Durch die erheblichen körperlichen Schäden fand er sofort den Tod. Die Nerven in seinen Händen hatten noch immer den Befehl den Abzug des Flammenwerfers durchzuziehen, er kippte zur Seite wie ein Baum der soeben gefällt wurde und entfesselte ein Inferno in Richtung seiner Kameraden. Als die Flammenzunge quer durch den Gang schnitt wurde Bull kurz von den Flammen erfasst, dies genügte jedoch um ihn in Brand zu setzten. Drake versuchte die Gebete brüllende Fackel zu löschen. Benedict und der Rest der Männer wollten ihm helfen und rannten auf sie zu, der Quergang stand mittlerweile in Flammen und brachte die Luft zum flimmern. Zu ihrem Erstaunen mussten sie feststellen das sich ein Schatten aus den Flammen löste und auf sie zu bewegte. Dieser verdammte Marine lebte immer noch, niemand, wirklich niemand dürfte so ein Inferno überleben. Mit jedem Schritt wurde er schneller und sie konnten bereits das Surren des Kettenschwertes vernehmen. Drake versuchte Bull weiter zu löschen wobei der Rest der Truppe das Feuer eröffnete. Der Einschlag der Geschosse war durch die Flammen nicht zu erkennen. Jedoch bei jeden Boltgeschoss, das Benedict abfeuerte, geriet der Riese kurz ins wanken. Sie feuerten was die Waffen hergaben. Blanker Wahnsinn musste ihn vorantreiben. Als der Lebensfunke dieses verdammten Bastards endlich erlosch war sein Abstand auf wenige Meter geschrumpft, er krachte zu Boden und blieb brutzelnd und zischend vor ihnen liegen. ‚Wirklich beeindruckend’, dachte Benedict als ihn das Geschrei von Bull in die Realität zurückholte. Bull krümmte sich vor Schmerzen und Benedict versuchte wieder Ordnung in den entstandenen Sauhaufen zu bringen, seine Männer fuchtelten wie wild mit ihren Waffen herum auf alle Schatten zielend die an den Wänden umhertanzten. Doc musst nicht erst aufgefordert werden und pumpte Bull Rand voll mit Schmerzmittel. „ So mit dem Überraschungsmoment ist es wohl vorbei. Bull müssen wir zurücklassen. Jetzt heißt es schnell vorstoßen, Sprengladungen anbringen und weg hier. Auf dem Rückweg sammeln wir Bull wieder auf.“ Jedoch Ramon hatte Einwände. „Ich will ja kein Spielverderber sein aber unser Ziel lieg jenseits dieses schönen Feuerchens.“ Jetzt war guter Rat teuer. Sein Gehirn arbeitete auf Hochtouren, war tun, wenn wir versuchen durchzulaufen werden wir möglicherweise alle verbrennen. Wenn wir abhauen wird uns dieser wahnsinnige Reich wegen Feigheit vor dem Feind sicher erschießen lassen, möglicherweise würde er seine Männer verschonen. Aber wenn nicht, dann besser hier sterben und hoffen das die zerstörte Munition einigen Kameraden das Leben retten würde. Die Gedanken rasten durch seinen Kopf, er legte seinen Kopf in den Nacken um sich zu entspannen und zu überlegen. Er sah an die Decke des Ganges und sagte: „Welche dieser Leitungen und Rohre mag wohl die Wasserversorgung sein?“ Seine Männer sahen verwirrt zu ihm hinüber. Er hob seinen Bolter und feuerte in die Keramikleitungen über dem Inferno, als sich die Granaten aus seiner Waffe lösten dachte er noch hoffentlich sind es Wasserleitungen zum Haus, nicht die vom Haus sonst würden sie wirklich bald bis zum Hals in echter Scheiße stecken. Die Projektile detonierten zwischen den Leitungen, diese mussten unter einem hohen Druck stehen, denn sofort drang Wasser aus den Leitungen der sich durch die hohe Austrittsgeschwindigkeit zu einem Sprühregen entwickelte. Er konnte das Feuer zwar nicht löschen aber so weit eindämmen, dass durchnässte Kleidung einige Sekunden vor Entflammung geschützt war. „Los, Jungs! Dusche nehmen und durch.“ Benedict versuchte es als erster durch die Wand aus Rauch und Wasserdampf zu laufen, wenn an der anderen Seite der Feind bereits warten sollte wird es wohl oder übel ein kurzer Ausflug werden, seine Männer könnten dann wenigstens noch versuchen abzuhauen. Als die Sicht endlich wieder besser wurde stand er vor dem Stahlschott zum Munitionsdepot, jedoch keine Wachen weit und breit, da war doch etwas faul. Oben wimmelt es von Rebellen und hier unten, nichts außer einem Marine. Das stinkt doch bis zum Himmel, sogar Gehirnamputierte hätten das Feuer und die Ballerei mitbekommen müssen. Er gab seinen restlichen Männern den Befehl durchzulaufen. Einer nach dem anderen rannte durch. Das Tor war mit einem alten ID Sicherheitscode versiegelt, den würde Lee zum Frühstück verspeisen. Sie öffneten das Tor nur einen Spalte und zerstörten die Öffnungselektronik um es im Notfall den Verfolgern etwas schwieriger zu gestallten ihnen nachzukommen. In der Halle die sich vor ihnen öffnete war es dunkel und es hatte eine Luftfeuchtigkeit wie im Dschungel. „Los, rein! Sprengladungen an den Großkaliber Granaten anbringen, T-5min und dann raus.“ Sie sprinteten in den Raum und verteilten sich. Der Raum war Kreisrund und hatte vier Ausgänge jedoch konnten sie keine Kisten oder ähnliches entdecken. „Was soll das Boss, sag nicht sie haben es beim letzten Verladen alles leer geräumt?“ Drake war sichtlich erregt. „Es wurden 4 Männer getötet und einer verstümmelt für Nichts.“ „Schnauze Mann“. Ramon signalisierte Drake das er endlich sein Maul halten soll, das Gejammer würde jetzt niemanden helfen. „Verdammt diese Feuchtigkeit! Es tropft sogar von der Decke. Wenn du mich fragst Benedict, hier ist nie Munition gewesen.“ „Möglicherweise hast du Recht Ramon. Los! Leuchtkörper zünden. Suchen wir nach Hinweisen zum eigentlichen Munitionsdepot.“ Ramon warf einen Leuchtkörper. Das, was die Männer nun sahen, ließ sie in ihrer Bewegung erstarren. Der ganze Boden der Halle war mit Mustern und Schriftzeichen bedeckt die keiner je zuvor gesehen hatte. Alle Zeichen ergaben im gesamten ein spiralenförmiges Muster, das ins Zentrum des Raumes führte. Die Zeichen waren anscheinend mit Blut geschrieben. Keiner wagte es sich zu bewegen, sie waren zu Säulen erstarrt und betrachteten das perverse Kunstwerk wie unter Hypnose. Drake kam als erster aus dem Staunen weil ihm das Tropfen auf seiner Schulter auf die Nerven ging. Er sah nach oben um den Grund dieser hohen Luftfeuchtigkeit zu ergründen und musste bei dem Anblick sofort kotzen. Die Decke des Raumes war eine Kuppel. Von dieser Kuppel hingen hunderte Ketten an dessen Ende Stahlhacken waren und an diesen hing Fleisch, menschliches Fleisch. Teilweise ganze Körper, dann wieder nur Teile davon. Manche waren ausgeweidet, ohne Haut, verstümmelt auf perverserste Art und Weise. Man konnte Teile von Uniformen erkennen, Zivilkleidung, ja sogar Rebellenuniformen. Wer tut so etwas, wer, wer, wie pervers kann man sein. Diejenigen die das gemacht haben verdienen den Tod, nein, Schlimmeres, verdammt seine Phantasie reichte nicht so weit sich das vorzustellen. In diesen Pulk aus Fleisch und Blut konnte man teilweise noch immer Bewegungen erkennen. Nein, das war nicht möglich, das musste eine Täuschung sein. Benedikt hatte schon Jahre nicht mehr zum Imperator gebetet, doch nun stand er kurz davor. Doch was hatte das ganze für einen Sinn, es muss doch einen Grund geben für so etwas. Aber wollte er den Grund überhaupt wissen, war Unwissenheit nicht ein Segen. Er und seine Männer gerieten langsam aber sicher in Panik. Dann zeriss ein Ohrenbetäubendes Donnern die Stille, eine der Stahltüren wurde aus den Angeln gerissen und flog quer durch den Raum. Ein riesiges ... gigantisches.... Etwas betrat den Raum. Es musste sich bücken um durch den mehrere Meter hohen Durchlass zu schreiten. Jeder Schritt lies den Boden vibrieren. Dieses Ding musst aus tausenden Alpträumen entstanden sein. Es war ein riesiges muskulöses Etwas, bei jeder Bewegung waren seine stahlseildicken Sehnen zu sehen, seine mächtigen Arme endeten riesigen Klauen die in gleichmäßigen Bewegungen gierig nach Opfer schnappten. Sein Rücken und sein knochiger Schädel waren mit dutzenden kleinen Hörnern übersäht. Seine kleinen schwarzen Augen gierten hektisch in alle Richtungen. Das war also der Grund für diese Schweinerei. War dies seine Speisekammer? Ramon und Lee begannen sofort wild drauf los zu feuern, doch an seiner Rot schimmernden Haut entstanden nur kleine Brandlöcher. Doc warf dem Ding eine Splittergranate genau zwischen die Beine, die Druckwelle ließ Blut von der Decke regnen. Jedoch riss sie nur kleine Hautstücke von dem Gegner, der daraufhin seinen Kopf leicht senkte und ein markerschütterndes Brüllen von sich gab. Der Atem war unerträglich im Gestank. Benedikt freute sich jedoch das es anscheinend Schmerzen verspürte. „Lasst den Blödsinn, raus hier!“ Ramon und Lee beendeten sofort ihr Feuer und sprinteten zu dem Spalt von dem sie den Raum betreten hatten. Auch Doc erkannte, dass es sinnlos war, gab noch einige Schüsse ab und zog sich dann zurück. Drake entlud schreiend eine Energiezelle nach der anderen. „Raus, du Idiot! Raus hier, das ist ein Befehl!“ Es nutzte nichts, er war offensichtlich wahnsinnig geworden. Es kam was kommen musst, die Treffer ignorierend stampfte das Ding auf Drake zu und packte ihn. Mit einem grausigen Knacken biss er sich in Schulterhöhe einen großen saftigen Happen von seiner Beute ab. Benedikt wendete sich angeekelt ab und verschwand ebenfalls durch den Spalt. Das Feuer war beinahe erloschen nur einige kleine Brandherde loderten noch. Als sie Bull aufheben wollten, bemerkte Doc das er bereits Tod war, er muss an seinen schweren Verbrennungen erstickt sein. Hinter sich hörten sie das Knarren von Metall, das Ding schob mit seiner unbändigen Kraft das versperrte Panzerschott langsam zur Seite. Es war noch nicht satt es hatte Hunger unstillbaren Hunger. Doc aktivierte eine Granate und steckte sie mit geschlossenem Zündbügel in die Uniform von Bull. „So alter Junge, das wird deine letzte Rache an dem Bastard sein wenn er dich fressen sollte.“ Ein Geräusch lies sie zu den zusammenzucken, aus dem rechten Seitegang kam Emmerich zum Vorschein, er spuckte eine Mischung von Blut und Speichel auf den Boden, Höchstwahrscheinlich von Inneren Verletzungen, in der Rechten sein Gewehr, die Linke war unnatürlich verdreht und an mehreren Stellen gebrochen. Er war offensichtlich von seiner Bewusstlosigkeit immer noch verwirrt. Er glotzte sie an als währen sie bunte Hühner, dann drehte er seinen Kopf langsam nach rechts und sah das Ding wie es sich gerade versuchte sich durch den Durchgang zu quetschen. „Kacke.“ Kurz und bündig, aber es beschrieb die Situation sehr gut. Doc spritzte ihm sofort einen Glückscocktail in den Hals. „Los! Zum Lastenaufzug aber schnell!“ Doc nahm ihn unter die Arme und sie liefen so schnell sie konnten den Gang hinunter. Immer wieder panisch nach hinten blickend. Als das Ding bei Bull angelangt war, begann es zu schnuppern, es konnte den frohlockenden Duft von blutigen und verbrannten Fleisch nicht widerstehen. Mit drei Bissen seines riesigen Kiefers verschlang es Bull. Doc freute sich schon auf die Explosion, doch nichts, die Stücke waren so groß das sich die Granate anscheinend nicht gelockert hatte. Endlich am Lastenaufzug angelangt suchten sie nach einer Aktivierungsmöglichkeit, um schnell an die Oberfläche zu gelangen, weg von diesem Grauen. Besser erschossen werden als von diesem Ding gefressen. Plötzlich aktivierte sich die Hebebühne und kam nach unten. „War das jemand von euch?“ Allgemeines Kopfschütteln. „ Feuerbereit machen, nur Dauerfeuer.“ Emmerich hielt zitternd mit einer Hand die Waffe in irgendeine Richtung, nur nicht in Richtung Hebebühne. Der Glückscocktail wirkte anscheinend. Doc schaltete ihm auf Dauerfeuer und richtete ihm seine Waffe Richtung Hebebühne. „He,Emmerich, wenn du Schüsse hörst, drück ab!“ Doch der verdrehte nur die Augen. Ding! Die Sicherheitsschotts gingen zu Seite und auf der Hebebühne befanden sich mindestens 10 Rebellen dicht gedrängt. Das Überraschungsmoment war auf Seite der Stormtrooper, es war ein Feuergefecht Auge in Auge. Die Rebellen die am nähersten standen kamen nicht einmal zum reagieren, ihre gepeinigten Körper brachen in Sekundenschnelle von Treffern übersät Tod zusammen. Die etwas weiter hinten standen konnten nur noch vereinzelnde Schüsse abgeben, sie standen so dicht gedrängt das sie nicht einmal ihre Waffen anlegen konnten. Eine Boltgeschoss durchschlug einen Körper und detonierte in einem dahinter stehenden, das Blut spritzte sogar auf die Uniformen der Loyalisten, so nah standen sie sich gegenüber. Laserblitze zuckten zu Hunderten in den Lastenlift Es war ein kurzes, brutales Gemetzel. Der Kampf endete so schnell wie er begonnen hatte. Es blieb jedoch keine Zeit zum durchatmen, das Biest würde sie bald eingeholt haben, sie mussten raus hier. Sie konnten kaum das Gleichgewicht halten als sie auf den weichen Körpern stehend den Lift aktivierten. Das Sicherheitsschott schloss sich, doch nicht ganz. Die Hand eines Toten blockierte das Schott. Benedict überlegte nicht lange und entfernte das Problem mit seinem Kampfmesser. Keine Sekunde zu spät wie sich zeigte, denn als er die letzten Blicke in den Gang durch den sich schließenden Spalt des Liftes erhaschte sah er die Bestie gebückt wie ein Stier auf den Lastenlift zustapfen. „Auf Aufschlag vorbereiten!“ Ein dumpfes Donnern, dann ein scherzverzerrtes Brüllen. Verwirrung machte sich unter den Männern breit. Weshalb hat das dünne Sicherheitsschott standgehalten? Nur auf Docs Gesicht zeichnete sich ein leichtes Grinsen ab. Die Verdauungssäfte hatten die Uniform von Bull aufgelöst und den Zündbügel der Granate freigelegt, die daraufhin detonierte. Durch das anhaltende Brüllen konnten sie hören das, das Ding nicht Tod war aber es würde ihnen genug Zeit verschaffen an die Oberfläche zu kommen.

Fortsetzung folgt



Urheberrecht: Jochen Windberger, 2003



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