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SCHATTEN IN DER FINSTERNIS

Teil 1 : Schatten in der Finsternis

Die Sonne senkte sich am Horizont und tauchte den Himmel in ein strahlendes Rotgold, während die ersten Sterne zaghaft versuchten, die Abenddämmerung zu überstrahlen. Richards lehnte an einem Felsen und ließ die Füße in die warme Meeresbrandung baumeln, während der Wind sanft durch sein Haar strich. Gedanklich abtauchend, bemerkte er nicht die Gestalt, die sich leise hinter ihm näherte, bis sie dicht hinter ihm stand und die Arme und seinen Hals schloss. Ein Lächeln huschte über Richards Gesicht. Auch ohne sich umzublicken hatte er Arita am leisen Rascheln ihres Seidentuchs erkannt, das sie sich lose um die Hüfte gebunden hatte (auch wenn er der Meinung war, dass sie in ihrem knappen Bikini gut genug aussah). Während sie sich hinter ihn setzte und mit den Armen umschlang ließ Richards ein Seufzen aus seiner trockenen Kehle entfliehen. Sobald die Sonne ihre letzten wärmenden Strahlen über den Horizont gesandt hatte, würde er Arita zurück zu der Hütte begleiten, die er zu seiner Wohnstatt erklärt hatte, er würde seine trockene Kehle befeuchten und den Fang des heutigen Tages überm Lagerfeuer brutzeln lassen. Und dann würde er sein Wiedersehen mit Arita feiern, nach so langer Zeit .... ja, er würde ...

Ein plötzliches schrilles Piepen ließ ihn zusammenfahren. Eine metallisch klingende Stimme übertönte das sanfte Meeresrauschen und Aritas helles Lachen und verkündete unheilbringend, dass der Tankvorgang abgeschlossen sei. Lieutenant Richards streckte sich mit einem Gähnen, das mehr auf einen Brüllaffen schließen ließ und dreimal die Tonart änderte, und rieb sich verschlafen die Müdigkeit aus den Augen. Warum zur Hölle hatte er die Versetzung zu diesem blöden Felsen angenommen? Gut, der Verdienst war etwas besser, aber er hatte sich etwas mehr Action erwartet, als gemeinsam mit seinen beiden nervenden Kameraden Tag für Tag dieses Asteroidenfeld nach brauchbaren Mineralien zu durchforsten. Und das auch noch in den klapprigen Lightning Abfangjägern die den Eindruck machten, noch aus dem Zeitalter des Weltenbrands zu stammen (was durchaus möglich war). Reflexartig ging er die Checkliste durch und meldete Startbereitschaft, als alle Systeme grün zeigten. "Komm zur Imperialen Armee haben sie gesagt. Komm zur Imperialen Armee und sieh das Universum haben sie gesagt!" ließ sein Flügelmann, Private Slyke, genervt verkünden. Richards widersprach nicht, sicher gab es glorreichere Aufgaben als Felsen zu beobachten.

"Gold - Gruppe, Startfreigabe erteilt," ertönte es aus den Lautsprechern des Flugdecks. Die drei Jäger beschleunigten, als das Hangartor sich öffnete und einen Blick auf einen unendlichen Abgrund freigab, einen schwarzen Samtteppich, in dem einige Sterne wie eingenähte Diamanten funkelten. Während sich die Jäger in leichter V - Formation von der Basis entfernten, warf Lt. Richards einen Blick über seine Schulter und sah, wie sich das Hangartor in der Felswand wieder schloss. Einen Asteroiden in eine Basis umzuwandeln, auf diese Idee wäre Richards nie gekommen, schon gar nicht, um nach Mineralien zu suchen. Was Richards nicht wusste: die Basis diente nur oberflächlich der Mineraliengewinnung. Tief im Inneren der Asteroidenfestung waren Spione des Imperiums emsig damit beschäftigt, geheime Informationen über diesen strategisch wichtigen Sektor zu bearbeiten und weiter in den Sol - Sektor zu senden. Um dies geheim zuhalten wurde die Basis auch nur mit einer einzigen Jägerstaffel ausgestattet, um keine unangenehmen Fragen aufzuwerfen. Seit vor einer Woche eine Kampfgruppe durch diesen Sektor gekommen war, um eine Rebellion auf dem 15 Lichtjahre entfernten Planeten Char zu beenden, war nichts mehr passiert. Mehrere unidentifizierbare Kontakte waren in dieser Woche aufgetaucht, und jedes mal waren diese als stark metallhaltige Asteroiden entlarvt, welche die Sensoren der Basis und der Jäger störten.

"Gold - Gruppe, bestätigen sie Kontakt auf 3-5-0, Entfernung 325 MSK," klang die müde Stimme der jungen Kommunikationsassistentin. Richards lächelte, als er sich ihr gelangweiltes Gesicht gedanklich vorstellte. Außer Dienst und ohne Uniform war sie ja ganz süß, und nach seiner Rückkehr würde er Arita vielleicht zu ein paar Drinks in der Offiziersmesse einladen.

"Verstanden Adlernest, bestätige Kontakt. Geschätzte Flugzeit bis zum visuellen Kontakt: zwei Minuten." Für Richards waren diese Kontakte nicht Neues mehr, schließlich gab es in einem Asteroidenfeld dieser Größe mehr Metallbrocken als auf einem gesamten Planeten. Das nervende Gemecker seiner Flügelmänner überhörend, konzentrierte sich Richards auf das kleine Videobild, das ihm die im Rumpf eingebaute Videokamera lieferte. Das Bild zeigte einen unscharfen Fleck, der sich deutlich vom Schwarz des Weltraums abhob. Während sich bereits das Bild eines weiteren Meteoriten in Richards Kopf zusammenfügte, stoben einige Funken von dem Fleck und flackerten kurz, bevor sie verglühten. Funken von einem Meteoriten? Während sich die Gruppe dem unbekannten Objekt näherte, knisterte es in der Funkverbindung, und verzerrt meldete sich eine unbekannte Stimme, während Richards eindeutig die vertrauten Umrisse eines Piranha Abfangjägers erkannte.

" ..... Imperator sei Dank ....... mich gefunden ........ rden angegriffe ..... ."
"Hier spricht Lieutenant Richards von der Imperialen Gold - Staffel. Identifizieren Sie sich!" antwortete Richards aufgeregt. Der Tag schien sich anders als erwartet zu entwickeln, und das sollte ihm nur Recht sein.

"Sgt. Ricks von ........ der imperia.....wir waren vor einer Woche hier um ....... aber Rebellion Finte, wurden im Orbit von .... überrasch......bin entkommen aber schwer besch .....," antwortete der Pilot des Piranhas, in dessen Stimme unüberhörbar Panik mitschwang, offensichtlich stand der Mann kurz vor einem Nervenzusammenbruch. "Reißen Sie sich zusammen, Mann!" herrschte Richards über den Kommkanal, während er abbremste um die Schäden des entgegenkommenden Jägers näher zu betrachten. Ein Wunder, dass es der Junge überhaupt bis hierher geschafft hatte. Richards war kein Experte in Jägertechnologie, aber offensichtlich war der Hyperantrieb des Piranhas zerstört worden, und eine Reise von 15 Lichtjahren ohne ihn war sicherlich kein Zuckerschlecken. Aber auch der restliche Zustand des Schiffes ließ ihn frösteln. Faustgroße Krater hatten sich in die Außenhülle des Schiffes gebrannt, ein einziges Triebwerk funktionierte noch, gab aber Funken von sich, die Bordwaffen hingen verbogen unter den Tragflächen und auf der Pilotenkanzel waren deutlich Brandspuren zu erkennen. Kurzum, ein jämmerlicher Anblick, und Richards hätte eher damit gerechnet, diesem Stück Schrott auf einem Schrottplatz zu begegnen als im Weltraum.

"Nein,..... verstehen nicht, ..... werde sicher verfolg ..... als Köd...........haben Tarnkapp.....gebt Notruf ab, schnell !! Die .......den uns alle abschlach.....flieht !!!." Die Stimme des Mannes überschlug sich während er redete, und Richards bemühte sich, den Mann zu beruhigen. Richards öffnete einen Kommkanal zum Adlernest um von dem Neuankömmling zu berichten, aber statisches Rauschen erfüllte alle Funkkanäle. "Muß wohl an den Asteroiden liegen," dachte sich Richards, als plötzlich am Heck des beschädigten Piranhas eine kleine Explosion erfolgte. "Beim Imperator, sie haben .... erwischt .... Funk wird gestör...... passt auf, da ist ....... AAAAAHH!!!"

Der Satz des Mannes ging in panischem Gekreische unter, als eine zweite, stärkere Explosion den Piranha in tausend Stücke riss und mit einem lauten Schlag ein imperialer Pilotenhelm mit der Aufschrift "RICKS!" gegen Richards Pilotenkanzel prallte. "Wow, hätte mich gewundert wenn die Kiste nicht auseinandergeflogen wäre" lachte Slyke von der 3-Uhr-Position während er sich bemühte, den Trümmern auszuweichen. Richards war sich unsicher. Hatte er in einiger Entfernung hinter dem Piranha ein kurzes Aufblitzen gesehen, kurz bevor der Jäger explodiert war, oder hatte sich die entfernte Sonne in seiner Pilotenkanzel gespiegelt? Richards ignorierte die spöttischen Kommentare seiner Flügelmänner und schaute angestrengt in die Nacht hinaus. Da war irgend etwas nicht weit vor ihm .... nichts festes, es sah aus als ob das Licht der Sterne im Hintergrund durch einen Fleck hindurchschien, verschwommen, wie ein Fettfleck auf einer Fensterscheibe.

Noch während Richards die Augen zusammenkniff, da er glaubte, eine Fata Morgana zu sehen, blitzte es in dem Fleck erneut auf, und Simmons auf der 9-Uhr-Position verabschiedete sich aus dieser Welt mit einem überraschten Aufschrei und einer grellen Explosion, die die beiden anderen Jäger durchschüttelte. Panisch versuchte Richards, zu seinem verbleibenden Flügelmann Slyke Kontakt aufzunehmen, aber der Funkkanal gab weiterhin nur Rauschen von sich. Mit Handzeichen bedeutete er Slyke, dass sie so schnell als möglich zur Basis zurückkehren sollten. Das ließ sich Slyke nicht zweimal sagen, und mit flammenden Triebwerken zogen die beiden Piloten in eine enge Kurve und ritten eine Welle aus Nichts, während sie mit maximaler Geschwindigkeit in Richtung Heimat steuerten. Slyke hatte offensichtlich unerlaubterweise seine Triebwerke modifiziert, denn er setzte sich schnell von Richards ab, als Richards knapp hinter Slykes Jäger diesen Fleck entdeckte. Mit einem seltsamen Flackern begann der Fleck sich zu verdichten, Linien zu formen.... und sich als Jäger zu entpuppen, der sich gerade enttarnte! "Slyke, pass auf, Bandit auf sechs Uhr!!" schrie Richards in sein Helmmikrofon, zu spät bemerkend, dass der Funk immer noch gestört wurde. Der feindliche Jäger feuerte, und ein Rückenleitwerk von Slyke verdampfte. Dieser, den feindlichen Jäger hinter sich sehend, zog seine Maschine in einen Looping, während der Feind ihm mit Leichtigkeit folgte. Richards hängte sich an seine Fersen.

Damals, in der Akademie, hatten sie Holographien von feindlichen Jägern gesehen, doch alle waren leicht verschwommen gewesen, von befreundeten Jägern während der Schlacht aufgenommen, und niemals hatten sie die Schärfe des Dark Eldar Jägers erreicht, den Richards nun identifizieren konnte. Diese scharfen Linien, die vier Triebwerke, und die nicht zu übersehenden beiden Sichelklingen neben dem Cockpit waren unverkennbar für einen Reaper. Der Reaper hatte mit dem veralteten Lightning von Slyke leichtes Spiel, aber er ließ Slyke zappeln. "Dieser Hundesohn spielt mit ihm!" dachte Richards erbost, und selbst ohne Funkkontakt konnte er die Panik und Todesangst Slykes spüren, als er versuchte, dem Reaper zu entkommen. Richards hatte den Reaper direkt vor sich, aber die Zielerfassung konnte ihn nicht erfassen, die Linien seines Head-Up-Displays zeigten nur Verzerrungen und ließen einen sauberen Schuss nicht zu. Frustriert zielte Richards mit freiem Auge und zog den Abzug seiner Bordwaffen durch. Blendende Laserstrahlen zuckten aus den Laserkanonen unter den Flügeln seines Lightnings und durchschnitten die Schwärze des Raumes, nur um auf eine wabernde Fläche zu stoßen, von dieser abgelenkt zu werden und wirkungslos zu verpuffen - Deflektorschilde!! Noch während Richards mit zusammengebissenen Zähnen versuchte die enge Kurve des Reapers nachzuvollziehen, entschied dieser, lange genug mit Slyke gespielt zu haben, und beendete dessen hektische Stabilisierungsversuche mit einem einzelnen Schuss. Mit einem Aufschrei der Wut und des Hasses erkannte Richards, dass er gegen diesen Feind keine Chance hatte, und im Stillen hatte er bereits mit seinem Leben abgeschlossen, als er bemerkte, dass ihn die Verfolgungsjagd nahe an die Basis gebracht hatte. Mit einem Stoßgebet an den Imperator leitete er sämtliche Energie in die Triebwerke und zog den Lightning in eine enge Kurve, nur drei Meter von einem großen Asteroiden entfernt und flog an dessen Oberfläche entlang, hoffend, dass er dadurch seinem Feind entkommen konnte.

Ein Blick nach rechts zeigte nur ein kurzes Flackern des Reapers, der sich nun wieder tarnte und als verschwommener Fleck hinter die Asteroiden tauchte. Dieser verfluchte Feigling sollte kämpfen und sich nicht verstecken, dachte Richards als er auf die Basis zusteuerte, die nur noch einige Kilometer vor ihm lag und bereits die Hangartore geöffnet hatte. Er konnte es schaffen. Es war nicht möglich dass er heute hier sterben würde - nicht er! Es konnte nicht sein! Als er die letzten hundert Meter vor sich hatte, lachte Richards laut auf. Er hatte es geschafft! Schon befand er sich im Landeanflug und sah vor sich die Ladekräne der Basis und das aufgeregte Bodenpersonal. Ein Glücksgefühl durchströmte ihn. Er durfte weiterleben! Arita! Vor seinem Auge sah er sie am Strand, im Schein des Sonnenuntergangs, er würde zu ihr gehen und es ihr gestehen. Er würde...

Hinter dem Lightning blitzte es kurz. Ein schwarzer Energiestrahl, schwärzer als die dunkelste Nacht, durchschnitt den Jäger der Länge nach und trat aus Richards Brustkorb wieder aus. Der Lightning verschwand in einer blendenden Explosionswolke, und Richards entglitt auch dieser Gedanke.


Teil 2 : Die Festung

Private Arita Morris blinzelte ungläubig auf ihren Kommandoschirm und betätigte einige Tasten am Rand der Konsole. Vor nicht ganz fünf Minuten waren die drei Lightnings der Basis gestartet um einen nicht identifizierbaren Kontakt zu überprüfen, ein Standardvorgehen, das in der letzten Woche des öfteren durchgeführt worden war. Kurz nachdem Lt. Richards den Kontakt visuell bestätigt hatte, war die Funkverbindung abgerissen, nichts ungewöhnliches in einem Asteroidenfeld. Doch dann hatte Arita in einiger Entfernung hinter den Asteroiden zwei Lichtblitze gesehen, kurz gefolgt von zwei weiteren. Und nun kam ein einzelner Lightning zurück zur Basis gerast, als seien alle Dämonen des Chaos hinter ihm her! Was beim Imperator ging da vor sich?

"Gold - Gruppe, hier ist Adlernest, bitte melden sie sich! Richards? Was ist da draußen los?".
Was Arita noch mehr wunderte als die seltsamen Vorgänge, war die offensichtliche Tatsache, dass der Funk immer noch gestört wurde, obwohl der Jäger bereits in Sichtweite war! Mit einem schnellen Griff aktivierte sie die Motoren des Flughangars, und die schweren Schotts der Haupttore öffneten sich langsam, während das Kraftfeld des Tores sich flackernd stabilisierte, um die Atmosphäre im Inneren der Basis zu halten.
"Zentrale an Flughangar, Pearson, können sie mich verstehen?"
"Laut und deutlich, Arita" meldete sich der leitende Techniker des Bodenpersonals "Was gibt es?"
"Wir haben da einen Lightning, der sich ziemlich schnell der Landebucht nähert, irgendwas ist da faul, bereitet alles für eine Notlandung vor," wies Arita das Bodenpersonal an. Mit einem lauten Pfeifen und Handzeichen bedeutete Pearson seinen Kollegen, alle Vorbereitungen für eine Notlandung zu treffen. Während die Alarmsirenen aufheulten, wuselte das Bodenpersonal eifrig über den rauen Belag des Landedocks, brachte Ladekräne aus der Gefahrenzone und bereitete Feuerlöscher für den Notfall vor. Mit freiem Auge konnte Pearson nun den Lightning sehen, der mit Vollgas auf die Landebucht zuhielt. Was war in diesen verrückten Piloten gefahren? Ohne Anstalten zu machen, die Maschine abzubremsen, hielt er direkt auf die Basis zu! Und wo waren seine Kameraden? Noch während Pearson im Geiste die Schritte einer Notlandung durchging, gab es eine laute Explosion, und der Lightning verschwand in einem Feuerball nur wenige Meter vor dem Hangarkraftfeld. Kleine Wrackteile prallten an dem Kraftfeld ab und bildeten Wellen, wie kleine Steine die ins Wasser fallen, während zwei große Brocken, die Pearson als Triebwerk und Cockpit identifizierte, glatt durch das Kraftfeld flogen und auf die empfindlichen Teile des Hangars zurasten. Während einige Techniker noch vor Schreck erstarrt ungläubig auf diese Kakophonie aus Feuer und Rauch starrten, hechteten Pearson und die meisten seiner Leute aus der Flugbahn der Trümmer, kurz bevor diese in den Tankwagen der Basis und die Generatoren für die Ladekräne krachten und einen Teil des Hangars in einen Feuerball tauchten.

Ein Zittern ging durch die Fundamente der Asteroidenbasis, und überrascht wechselte Arita den Hauptmonitor auf die Kameras der Landebucht. Schreck fuhr durch ihre Glieder, als sie das Inferno sah, dem einige Techniker mit Feuerlöschern Einhalt zu gebieten versuchten. Mit einer knappen Durchsage an die Besatzung der Station forderte sie alle verfügbaren Kräfte an, um den Technikern bei ihrem Kampf gegen die Flammen zu helfen. Was beim Imperator war dort unten passiert? Sie kannte Richards, sie hatte seinen Jäger identifiziert, als er auf den Hangar zuhielt und kurz aus ihrem Sichtbereich verschwand. Kurz darauf war etwas explodiert. Arita hatte ihren Blick auf den Langreichweitenscanner gerichtet gehabt, als zwei Explosionen kurz darauf die Basis erschütterten, eine kleinere und kurz darauf eine größere, die offensichtlich innerhalb der Basis erfolgt war. Was war passiert? Ein kurzer Blick zum Basiskommandanten half ihr nicht weiter, er zuckte nur (wie üblich) mit den Schultern. Soviel zu den glorreichen allwissenden imperialen Kommandeuren. Aber was war in Richards gefahren, den sie sonst als berechnenden, verantwortungsvollen Piloten eingeschätzt hatte, seit er hierher auf diesen gottverlassenen Felsen versetzt worden war? Und wo waren seine Flügelmänner?

Pearson wischte sich schwitzend den Ruß aus dem Gesicht.
"Zentrale, hier Pearson. Wir haben das Feuer gelöscht und kümmern uns um die Schadensermessung," meldete er an die Zentrale. Das hatte man davon, wenn man grünen Jungs altersschwache Maschinen gab. Aber es hätte schlimmer kommen können, wenn die Trümmer etwa den Generator des Hangarkraftfeldes getroffen hätten. Dann wären er und seine Jungs bereits auf halbem Weg nach Char. Ohne Schiff und Raumanzug. Pearson betätigte die Konsole für die Hangartore, deren schwere Schotts sich langsam zu schließen begannen. Nachdem sie sich mit einem lauten metallischen Klang geschlossen hatten, wandte sich Pearson seinen Leuten zu um die Schäden zu begutachten, als er plötzlich innehielt. Aus dem Augenwinkel hatte er eine Bewegung an der Decke des Hangars bemerkt. Als er konzentriert hinschaute, hatte er das Gefühl, dass einige der großen Scheinwerfer an der Decke nicht mehr so stark leuchteten, verschwommen, als ob sie durch einen Fleck auf einer Glasscheibe leuchten würden.
"Muss wohl die heiße Luft sein, die noch etwas schwelt," dachte Pearson, und begann, die Schäden an der Hangarwand zu begutachten.

"Was auch immer der Grund für diesen Vorfall war, PRIVATE Morris, zerbrechen sie sich nicht ihr hübsches Köpfchen darüber, sondern kümmern sie sich um Ihre Ihnen zugeteilten Aufgaben und überlassen sie dies Leuten, die etwas davon verstehen," ließ der Kommandant verlauten, während er Arita ein Lächeln zuwarf, das an eine Katze erinnerte, die eine in der Falle gefangene Maus betrachtet. Mit einem bemitleidenden Kopfschütteln wandte sich Arita wieder dem Langreichweitenscanner zu, als ein plötzlicher Pieps ihre Aufmerksamkeit erregte.
"Sir, sie sollten sich das vielleicht ansehen," meldete sie dem Kommandanten, ihren Ärger über ihn vergessend. Sie deutete mit einem Finger auf das Display, das unzählige blinkende konzentrische Kreise in einem Umkreis von 350 MSK um die Basis zeigte. "Dies ist die normale Ansicht, auf der die Position jedes einzelnen Asteroiden mit einem Kreis verzeichnet ist. Aber hier...," Arita deutete auf einen etwas entfernteren Sektor der Karte, wo sich nicht so viele Asteroiden befanden, "...muss es eine Störung geben, denn alle zwanzig Sekunden blinken hier für einen Sekundenbruchteil an die zwanzig Kontakte auf, aber dann verschwinden sie wieder für einen längeren Zeitraum. Wären es Asteroiden, müssten die Kontakte ständig auf der Karte sein, sie könnten nicht ab und zu mal auftauchen!"
"Vielleicht sollten Sie die Sensoren wieder einmal justieren, wie ich es Ihnen schon vor längerer Zeit geraten hatte!" schloss der Kommandeur und wandte sich ab, während Arita zähneknirschend begann, die Sensoren neu auszurichten. Als sie Ölverschmiert wieder unter der Konsole auftauchte und das Display überprüfte, stockte sie. Bevor sie die Sensoren justiert hatte, waren die Kontakte in 270 MSK Entfernung angezeigt worden, aber nun flackerten die Kontakte knapp 200 MSK von der Basis entfernt auf. Arita zog zweifelnd eine Augenbraue hoch und tauchte nochmals unter die Konsole, ihre Einstellungen nachstellend. Als sie erneut das Display überprüfte, sah sie keine Kontakte mehr. Zufrieden lächelnd wischte sie sich das Öl aus dem Gesicht und setzte sich wieder auf ihren Drehstuhl, als für einen Sekundenbruchteil erneut Kontakte aufblinkten, nur 100 MSK von der Basis entfernt. Sich wundernd berichtete sie dem Kommandeur von ihrer Entdeckung, der ungläubig einen Blick auf das Display warf. Gerade wollte er ihre offensichtliche Unfähigkeit bekunden, als die Kontakte erneut aufblitzten. 50 MSK Entfernung. Die Worte blieben ihm im Hals stecken und er wurde totenblass. Arita wunderte sich. Was konnte diesen abgebrühten imperialen Kommandanten so sehr erschrecken? Wovor fürchtete er sich bloß? Oder wusste der Kommandeur mehr als sie erfahren durften?

"Schi .... schi ..... schicken Sie sofort einen Notruf an die imperiale Flotte ....... wir brauchen dringend Hilfe ..... versuchen Sie, die Flotte zu erreichen, die hier vor ein paar Tagen durchgekommen ist, auf dem Weg nach Char!! Nun machen sie schon!!!!!!"
Arita sah, dass der Kommandant kurz vor einem hysterischen Anfall stand. Sie hätte nicht gedacht, ihn noch mehr erschrecken zu können, bis sie ihm erklärte, dass aus unerfindlichen Gründen der Funkverkehr gestört war. Der an sich so stolze imperiale Kommandeur ließ sich auf seinen Sessel fallen, die Augen weit aufgerissen und sein Gesicht in einem Ausdruck gewaltigen Entsetzens und Todesangst erstarrt. Aus den Wortfetzen die seinem Mund entsprangen konnte Arita keinen Sinn erkennen, und so wies sie der Krankenstation an, ein Notfallteam in die Zentrale kommen zu lassen. Zwei Ärzte erschienen innerhalb einer Minute und brachten den Kommandanten aus dem Raum. Das war ja ein toller Tag, erst verloren sie sämtliche Jäger der Basis in einem mysteriösen Zwischenfall, und nun spielten sowohl die Sensoren der Basis als auch der Kommandant verrückt. Und es war noch nicht mal Mittag. Arita blickte erneut auf das Display. Die Kontakte, die nur für Sekundenbruchteile aufblitzten, verweilten in 1 MSK Entfernung vor der Basis, in Sichtweite. Arita erhob sich aus ihrem Sessel und ging ans Fenster, eine dicke Plexiglasscheibe, die das schwache Blinken der Kontrolllampen in dem ansonsten dunklen Raum reflektierte. Angestrengt blickte sie nach draußen in die Schwärze des Raumes. Nichts war zu sehen, aber sie hatte den Eindruck, dass einige Asteroiden verschwommen wirkten. Sie wischte mit dem Ärmel ihres Overalls über die Plexiglasscheibe, da sie Fettflecken auf der Scheibe vermutete. Aber die Scheibe war blitzsauber, keine Flecken, doch die Asteroiden wirkten immer noch verschwommen und verzerrt. Stirnrunzelnd betrachtete sie dieses Phänomen, als plötzlich mehrere Blitze aufleuchteten und die auf den umliegenden Asteroiden montierten und versteckt geglaubten Verteidigungs-Laserbatterien der Basis pulverisierten. Noch bevor Arita sich im Klaren war, was sie gesehen hatte, flackerten die Trugbilder und direkt vor ihren ungläubigen Augen enttarnte sich eine Flotte aus mehreren schweren Kreuzern, Eskortfregatten und Jägern. Nach Luft schnappend bemühte sich Arita, die fremde Flotte zu identifizieren, was ihr nicht besonders schwer fiel, denn die schlanken Linien und gezackten Leitwerke und Sichelklingen der Schiffe ließen eindeutig auf Dark Eldar schließen. Was beim Imperator machten Dark Eldar hier? Was wollten sie von einer Bergbaubasis, auf der maximal hundert Leute ihren Dienst verrichteten und nur nach wertlosem Material geschürft wurde? Plötzlich fiel ihr der Ausdruck auf dem Gesicht des Kommandanten ein, und sie war sich nun sicher, dass diese Basis nicht das war, was sie zu sein schien. Mit einem schnellen Griff aktivierte sie die höchste Alarmstufe, insgeheim hoffend, dass dies alles nur ein böser Traum war.

Die Tatsache, dass die Funkkanäle immer noch gestört wurde, veranlasste Arita dazu, ein geheimes Notsignal in das Steuersignal eines Kommunikationssatelliten einzubetten. Insgeheim zum Imperator betend, ließ sie das Steuersignal, das von normalen Störsendern nicht beeinflusst wurde, über die externen Satellitenschüsseln der Basis senden, nach Char. Die dortige Imperiale Flotte, die hier vor ein paar Tagen durchgekommen war, sollte sofort umkehren und ihnen zur Hilfe eilen, während sie sich verbarrikadierten.
Während Arita darauf wartete, dass sich die Brückenbesatzung in der Zentrale versammelte, öffnete sie einen Kanal und sprach zur restlichen Besatzung der Basis.
"Achtung, hier spricht Private Morris in Vertretung von Kommandant Craius. Soeben hat sich vor der Basis eine Flotte der Dark Eldar enttarnt und unsere Verteidigungsgeschütze zerstört. Aber bitte bleibt ruhig. Ich habe bereits die imperiale Flotte verteidigt, sie sollte noch vor heute Abend hier eintreffen. Die Dark Eldar wollen etwas aus dieser Basis, sonst hätten sie uns schon längst in tausend Stücke gesprengt. Aber ihr wisst dass diese Festung uneinnehmbar ist. Sicher, sie könnten einfach durch das Hangarkraftfeld durchfliegen. Nur schade, dass direkt dahinter die dicken Schotts der Hangartore liegen. Und da sie durch das Kraftfeld durchFLIEGEN aber nicht durchFEUERN können, sollten wir hier so einigermaßen sicher sein. Also bewahrt bitte Ruhe, wir sollten bald außer Gefahr sein."

"Na das sind ja tolle Nachrichten," rief Pearson von der anderen Seite des Hangars seinen Kollegen zu.
"Erst meint dieser grüne Junge, dass er eine Landung mit Vollgas hinbekommen kann, und jetzt hetzt man uns auch noch die Seelenräuber höchstpersönlich auf den Hals!!"
Grummelnd schwang sich Pearson auf seinen Ladekran und betätigte die Steuerknüppel, als er über sich ein Summen hörte, das schnell lauter wurde. Verwundert blickte er nach oben, sah aber nichts, außer dass die Lampen immer noch verschwommen schimmerten. Die Luft ist doch für Spiegelungen viel zu kalt geworden, dachte er, bei diesem Feuer wäre es noch in Ordnung gewesen, aber jetzt? Während sich Pearson noch diverse Fragen stellte, fing seine Haut an zu prickeln, seine Haare stellten sich senkrecht auf, als ob er einem Kraftfeld zu nahe kommen würde, und ungläubig verfolgte er, wie der schimmernde Fleck über ihm größer wurde und sich auf das Hangartor zu bewegte. Was beim Imperator war das? Noch bevor er etwas sagen konnte, blitzte etwas mehrmals in dem Fleck auf, und mit einem ohrenbetäubenden Krachen zerbarsten die Hangartore in unzählige glühende Trümmerstücke, die viele der überraschten Techniker unter sich begruben. In der nun freigeräumten Öffnung wurde die Schwärze des Raumes sichtbar, zum Glück war das Kraftfeld noch intakt. Pearson erblickte die Schiffe der Dark Eldar vor der Basis, als der verschwommene Fleck vor der Hangartür kehrtmachte und direkt vor ihm mitten in der Luft anhielt, während das Prickeln auf Pearsons Haut erneut zunahm.. Mit einem ungläubigen Staunen starrte Pearson auf den Jäger, der sich vor seiner Nase enttarnte, und er blickte in zwei leuchtend rote Augen, die ihn interessiert aus dem Cockpit heraus musterten, kurz bevor ein schwarzer Energieball mit lautem Kreischen aus den Bordwaffen des Reapers jagte, von Pearson nur ein geschwärztes Skelett zurücklassend, das noch krampfhaft versuchte, einen Kommkanal zu öffnen, bevor es zu einem Häufchen Asche zusammenbrach.

Eine weitere Explosion erschütterte die Basis, und erschrocken erhielt Arita die Meldung, dass die Hangartore zerstört waren. Wie konnte das sein? Das Kraftfeld war doch unzerstörbar!! Noch bevor Arita eine Antwort fand, sah sie durch das Fenster, wie sich mehrere Landungsfähren aus der Kampfgruppe lösten und zielstrebig auf den nun offenen Hangar zusteuerten. Arita öffnete einen Kommkanal.
"Achtung, Invasionsalarm! Achtung, Invasionsalarm! Alle Mann zu den Waffen! Die Basis wird geentert! Ich wiederhole, eine Invasion ist im Gange! Alle Mann an die Waffen!!"

Arita schnappte sich den Hauptschlüssel und hechtete atemlos und mit vor Angst klopfendem Herzen zur Waffenkammer der Zentrale, während rote Warnlampen aufblinkten und Alarmsirenen durch die langgezogenen Gänge hallten, jaulend und heulend wie ein zu Tode verwundetes Tier.


Teil 3 : Kheruakhs Klingen

Paarweise durchpflügten die Landefähren der Eldarpiraten das Hangarkraftfeld, das in großen Wellen auseinander fächerte. An der Unterseite der Fähren schwenkten Splitterkanonen in ihren Halterungen herum und ließen fauchend einen Hagelsturm diamantscharfer Kristallsplitter auf die Techniker herabprasseln, die panisch auseinander liefen aber reihenweise niedergestreckt wurden. Noch bevor die vier Landefahrzeuge auf dem Boden des Hangars aufgesetzt hatten, senkten sich die Sturmrampen und die transportierten Truppen sprangen heraus, Splitterkatapulte im Anschlag, und metzelten die verbleibenden wehrlosen Techniker mit Feuersalven und Nahkampfklingen nieder.

Zum dritten Mal ließ Arita den Schlüssel fallen und zwang sich, das Zittern ihrer Hände zu unterdrücken. Die einzige Waffenübung hatte sie in der Grundausbildung absolviert, und das lag bereits fünf Jahre zurück. Fluchend schaffte sie es, den Schlüssel ins Schloss zu bugsieren und die schweren Türen der Waffenkammer schwenkten lautlos auf. Ihr ansonsten bis an die Hüfte reichendes langes braunes Haar hatte sie zu einem Knoten zusammengesteckt, doch nun hingen ihr einige Strähnen ins schweißnasse Gesicht, als sie schnell das vorhandene Waffenarsenal überflog. Nach kurzem Zögern griff sie nach einem an der Wand lehnenden Bolter, nur um ihn kurz darauf mit einem lauten *Klonk* zu Boden fallen zu lassen. Wer zum Teufel hatte Waffen gelagert, die zu schwer waren, um sie gerade halten zu können, ganz zu schweigen davon sie abzufeuern? Mit einem Fluch auf den Lippen griff sie nach einem imperialen Lasergewehr und einigen Energiezellen, als der Rest der Brückenmannschaft in die Zentrale strömte. Connor, der stellvertretende Kommandant, und der Rest des Trupps bewaffneten sich in Windeseile, wobei Connor den am Boden liegenden Bolter aufhob und ein frisches Magazin einlegte.

"Arita, ist alles okay mit Ihnen?" fragte er, während er den Bolter durchlud.
"Ich bin in Ordnung," antwortete sie leise, "aber ich glaube der Kommandant hat sich für den Rest dieser Show verabschiedet." "So was ähnliches dachte ich mir," sagte Connor nicht ohne Sarkasmus, und zwang sich trotz der widrigen Umstände ein gequältes Lächeln ab. "Wir sollten uns am Besten hier in der Kommandozentrale verbarrikadieren, sie hat nur einen Eingang und wir behalten den Überblick über die Station, bis die Flotte von Char hier eintrifft". Gemeinsam warfen sie einige schwere Metalltische um und rüsteten sich für den bevorstehenden Angriff.

"Was wollen die hier bloß?" fragte Arita mit zitternder Stimme, begleitet von mehreren schnappenden Geräuschen, als die Crew der Zentrale ihre Waffen entsicherte. "Ich habe keine Ahnung," antwortete Connor, "und ich habe ehrlich gesagt keine Lust, das herauszufinden." Er drehte seine heißgeliebte Schirmkappe nach hinten, wie er es normalerweise immer bei Trainingsflügen tat, als sich plötzlich Grabesstille über die Basis legte. Nach einigen Sekunden betretenen Schweigens erleuchtete ein Blitz die Zentrale, begleitet von einem Klirren als ob Glas zerspringen würde, und einem leisen Zischen, das schnell an Intensität zunahm. "Die Scheibe!" rief Arita erschrocken, als sie den Sprung in der Plexiglasscheibe sah, durch den wie ein feiner Sprühnebel die wertvolle Atemluft in den luftleeren Raum hinausströmte. Offenbar hatte man die Kommandozentrale ständig im Auge behalten und ihren schönen Plan vorausgesehen, woraufhin eine der Eskortfregatten das Feuer eröffnet hatte.

"Okay, das war's, alle Mann RAUS !!!" schrie Connor und sprang auf, mit einem Arm Arita hochzerrend. Fluchtartig verließ die Crew die Zentrale, und der letzte schloss das Druckschott mit einem Schlag auf den roten Sicherheitsknopf. Sie standen nun im Hauptgang, von dem man auf der einen Seite bis in den Hangar sehen konnte, der auf der anderen Seite aber zur Lagerhalle führte. Ohne zu zögern sprinteten sie in Richtung der Lagerhalle, als die ersten Eldarpiraten in der Türöffnung des Hangars sichtbar wurden. "Lauft weiter!!" riefen zwei Maschinisten den anderen zu, und drehten sich im Lauf um, das Feuer eröffnend. Arita bekam wenig mit vom Fauchen des Lasergewehrs und dem abgehackten Donnern des Bolters, noch weniger vom Zischen der Splitterkatapulte und den Schmerzensschreien der beiden Mechaniker, als die Kristallsplitter durch Kleidung, Haut und Knochen fetzten. Sie spürte nur ihren lauten Herzschlag in den Ohren pochen, als sie tränenblind mit den anderen vorwärts stolperte, die Dark Eldar dicht auf den Fersen.

Schwer atmend kurvte die Gruppe um eine Biegung des Ganges und erreichte die Lagerhalle, in der sich bereits einige Mechaniker versammelt und mit Lasergewehren ausgerüstet hatten. Mit einem kurzen Blick über die Schulter stellte Connor fest, dass sie die Dark Eldar offensichtlich nicht mehr verfolgten - vorerst, soviel war sicher. Mit einem schnellen Wink signalisierte er den Mechanikern, in Deckung zu gehen. Er schwang sich hinter eine massive metallene Transportkiste, hinter der Arita sich bereits zu Boden sinken hatte lassen, und richtete die Mündung des Bolters auf den Eingang, während der Rest der Crew seinem Beispiel folgte. Die darauffolgende bedrückende Stille wurde nur vom leisen Schluchzen Aritas unterbrochen, die bereits alle Hoffnung auf Rettung verloren hatte. Die Asteroidengeschütze, die Hangartore, die Barrikade in der Zentrale ... alle ihre Verteidigungsmaßnahmen waren schnell und präzise zunichte gemacht worden, und diese Erkenntnis wurde ihr nun erst richtig klar.

Ein plötzliches lautes Zischen ließ die Crew zusammenfahren und nervös den Eingang beobachten. Ein länglicher, verzerrter Schatten schob sich langsam um die Biegung des Ganges und verharrte, während dieses Zischen rhythmisch an Intensität zunahm, und Connor glaubte darin Atemgeräusche zu erkennen. Noch während er kopfschüttelnd versuchte, dieses Geräusch einem lebenden Wesen zuzuordnen, bewegte sich der Schatten weiter, und eine Kreatur schob sich um die Ecke, grauenvoller als alles was sie jemals in ihren Alpträumen zu sehen geglaubt hatten. Man hätte einen Menschen in dieser Gestalt erkennen können, wären da nicht die zahllosen Stacheln und Klingen gewesen, die direkt aus der Haut ragten, ebenso wie die Kabel und mechanischen Teile, die einen Teil ihres Körpers einnahmen. Die Arme waren teils verwachsen und übernatürlich lang, mit langen scharfen Krallen und Haken, die die Haut durchbohrten und zusammenzogen. Am schlimmsten war aber das Gesicht der Kreatur, sofern man dies ein Gesicht nennen konnte. Kahlköpfig, mit mehreren Schläuchen, die aus ihrem Hinterkopf ragten, und zwei großen stählernen Haken, die die Mundwinkel in ein ewiges irres Grinsen zwängten, mit Augen, die einen unendlichen Wahnsinn ausstrahlten und den Stahlklammern, die das Gesicht offenbar zusammenhielten, so schlurfte die Gestalt auf die vor Angst erstarrte Gruppe zu. Unbeirrbar. Unaufhaltsam.

"Imperator beschütze uns" flüsterte Connor "Feuer! FEUER!!! Blast das Ding zurück in die Hölle aus der es entsprungen ist!!!" Seine letzten Worte gingen in einer Kakophonie aus Donnern und Fauchen unter, als die Crew das Feuer eröffnete. Boltergeschosse rissen blutige Löcher in den Körper des Wesens und Laserimpulse, umgeben von Verzweigungen und Deltas aus violettem Feuer, das auf der Netzhaut flackerte und sich einzubrennen schien, brannten sich gleichermaßen durch Haut und Knochen, hielten die Kreatur aber nicht auf. In der kurzen Feuerpause, die die fassungslose Crew einlegte, öffnete sich der lippenlose, mit Reißzähnen bewehrte Mund der Kreatur und brachte ein leises, hämisches Kichern hervor, die schweren Wunden, die ihr das Team zugefügt hatte bereiteten ihr offensichtlich Vergnügen. Noch bevor die Kreatur jedoch den Eingang der Lagerhalle erreicht hatte, gab es ein lautes, ohrenbetäubendes Zischen, und Connor spürte, wie eine Hitzewelle an ihm vorbeiraste und die Haare auf seiner rechten Schläfe versengte. Der Kopf der Kreatur verschwand in einem Schwall aus Blut, Knochen und mechanischen Teilen, und der Körper ging noch zwei Schritte, bevor er nach hinten umkippte. Connor drehte sich erstaunt um. Er wusste nicht, wie Chefmechaniker Taylor den Melter herbeigezaubert hatte, den er nun grinsend nachlud, aber beim Imperator, er war froh darüber!

"Ich habe nur noch Munition für drei Schuss" bemerkte Taylor lakonisch, "wenn wir hier noch länger aushalten wollen müssen wir den Eingang verbarrikadieren!". Mit einem lauten Pfiff bedeutete er zwei Assistenten, die Laderoboter zu starten und deutete ein paar Mal auf den Eingang. Die Assistenten verstanden und schwangen sich in ihre Geräte, die daraufhin schwerfällig auf den Eingang zustapften.
Noch bevor sie die Hälfte des Weges zurückgelegt hatten, bogen insgesamt vier dieser alptraumhaften Kreaturen um die Biegung, und Connor konnte in Talyors besorgtem Gesicht sehen, dass es nun verdammt knapp wurde. Nach einem kurzen Zögern stolperte er drei Meter rückwärts zu den Halterungen des Raketenwerfers, der normalerweise nur für Gesteinssprengungen konstruiert worden war, aber in dieser Situation war Connor jedes Mittel recht, eine Lebensform in möglichst viele, kleine Stückchen sprengen zu können. Nachdem er hastig eine Sprengrakete eingelegt hatte, legte er den Werfer auf die Metallkiste um besser anvisieren zu können, und zog den Abzug durch. Mit einem ohrenbetäubenden Brüllen jagte die Rakete, auf einem Feuerschweif reitend, auf den Eingang zu, flog durch diesen hindurch und schlug in die Kreaturen ein, die von einem enormen Feuerball verschlungen wurden, die Beleuchtung flackerte kurz und bis auf einige wenige Lampen verabschiedete sich der Großteil der Beleuchtung in einem schillernden Funkenregen von dieser Party. Eine große Rauch- und Staubwolke vernebelte für einige bange Sekunden den Eingang und wurde schließlich von den Laderobotern zerteilt, die sich nebeneinander in die Eingangsöffnung zwängten. Nachdem die Assistenten hastig abgesprungen waren, gab Taylor die letzten drei Melterschüsse auf die Roboter ab und verschmolz sie zu einem riesigen Klumpen Metall, der den Eingang komplett verdeckte und nicht einmal eine talarnische Staubmilbe hindurchlassen würde.

"Das wäre geschafft!" keuchte Connor und lehnte sich lässig an die Seitenwand der Halle. "Was auch immer diese Typen von uns wollen, sie müssen jetzt erst mal durch zwanzig Tonnen Metall durchkommen, und bis die das geschafft haben ist die Imperiale Flotte von Char hier und räumt kräftig auf." Mit einem leisen Lachen griff er in die Seitentasche seines Overalls und zündete sich mit immer noch zitternden Fingern eine Zigarette an. Arita erhob sich langsam, ihr Gesicht war gerötet und tränenfeucht, und sie schenkte ihm ein schwaches Lächeln.
"Connor, was ist eigentlich das da drüben?" fragte Taylor und deutete halb mit einer Hand auf einen länglichen Gegenstand, der seitlich vom Eingang auf dem Boden lag und schwach das Licht der flackernden Beleuchtung reflektierte.
"Was weiß denn ich, sieht aus wie ein Metallrohr das sich von der Deckenverkleidung gelöst hat, auf jeden Fall nichts was uns jetzt weiterhelfen könnte" antwortete Connor und nahm einen weiteren Zug seiner Zigarette.
"Wir sollten mal in die Krankenstation zum Kommandanten gehen und ihn fragen, was das hier alles eigentlich ..." Connor brach plötzlich mitten im Satz ab und riss die Augen unglaublich weit auf, sein Mund bewegte sich als ob er sprechen wollte, aber kein Wort kam über seine Lippen, während sich auf seiner Hose ein großer, nasser Fleck ausbreitete.

"Connor, was ist los? Was..." fragte Arita erschrocken, als sie zu spät bemerkte, dass sich auf Connors Brust von innen heraus eine Spitze unter seinem Hemd gebildet hatte und nun in einem Blutschwall aus dem Körper austrat. Mit einem lauten Schrei sprang Arita auf die Beine, als in der Dunkelheit hinter Connor zwei glühend rote Sehschlitze auftauchten. Noch während der Dark Eldar seine Klinge rückwärts aus Connors Brust zog und seinen leblosen Körper zu Boden sinken ließ, überflutete eine Welle von Agonie und Horror die Crew, als sie in die verzerrten Formen und wirbelnden Spiralen blickten, die sich in der Maske des Dark Eldars gebildet hatten. In den beiden Sekunden, in denen die Crew erstarrt auf die Maske blickte, drückte der Dark Eldar auf eine Taste seiner Armschiene, und der Gegenstand neben dem Eingang surrte laut und bildete in ungefähr zwei Metern Höhe einen gleißenden Lichtpunkt, der schnell größer wurde. Mit einem hellblauen Flackern, das in den Augen brannte und mit blendendem Licht sämtliche Schatten in der Lagerhalle ausmerzte, öffnete sich der Warpportalfokus und bildete einen körperlosen, vier Meter hohen konzentrischen Kreis wirbelnder Wellen blauen Lichtes, aus dem innerhalb eines Herzschlags Dutzende Krieger strömten, mit ihren Splitterwaffen die überraschte Crew in Schach haltend.


Teil 4 : Kein Ausweg

Vom Schock der Maske und dem unerwarteten Sturmangriff der Dark Eldar überrascht, rissen viele der Crewmitglieder ihre Waffen hoch und feuerten aus der Hüfte, aber die Dark Eldar waren schneller. Arita warf sich gerade noch rechtzeitig zu Boden, als Splitterkatapulte und -kanonen fauchend einen Hagelsturm diamantscharfer Splitter über ihren Kopf hinweg in die Reihen der Crew sandten, und die Schmerzensschreie der zerfetzten Crewmitglieder verstummten schnell, als die Dark Eldar dem grausamen Spektakel mit ihren Klingen ein Ende bereiteten. Laserschüsse zischten nur Zentimeter über Aritas Gesicht hinweg und versengten ihr Haar. Taylor hatte einige Minuten zuvor seinen leergeschossenen Melter gegen ein Lasergewehr getauscht, und nun betätigte sein verkrampfter, vom Rumpf abgetrennter Arm immer noch den Abzug, jedoch verpufften die letzten Schüsse wirkungslos an den Stahlwänden der Halle. Schnell hatten die übrigen Überlebenden ihre hoffnungslose Lage erkannt und ihre Waffen zu Boden geworfen. Nun knieten sie mit hinter dem Kopf verschränkten Armen und angstverzerrten Gesichtern gebeugt auf dem kalten Metallboden, mit lautloser Stimme Gebete an den Imperator schickend.

Arita lag immer noch auf dem Boden, als die hochgewachsene Gestalt direkt vor ihr stehen blieb. Nur mühsam hob sie den Blick und unterdrückte einen Angstschrei als sie in die immer noch wirbelnde, verzerrte Höllenmaske des Dark Eldars blickte. Mit einem weiteren Betätigen seiner Armschiene verblasste die hypnotische Erscheinung, wobei die nun erscheinende Teufelsmaske jedoch nichts an Horror verlor. Aritas Blick wanderte über die kunstvoll verzierte Rüstung, die feinen Linien, die offensichtlich Schlachtszenen und Freudenfeste zu zeigen schienen ... offensichtlich beides gleichzeitig ... nach allem was sie über Dark Eldar gehört hatte, konnte sie es nicht fassen. Wie konnte ein derart verdorbenes und barbarisches Volk derart filigrane Arbeiten von unglaublicher Schönheit erzeugen? Langsam griff der Dark Eldar hinter seinen Kopf und nahm die Maske vorsichtig ab. Nie zuvor hatte Arita einen Eldar erblickt, und sie wäre von den feinen Linien und femininen Gesichtszügen des Eldars verzückt gewesen, ebenso von seinem seidig wallenden schwarzen Haar und den dunklen, unergründlichen Augen, einem bodenlosen Brunnen gleich. Sie wäre regelrecht fasziniert gewesen, wenn nicht die linke Gesichtshälfte einer metallischen Oberfläche gewichen wäre, die vom Kinn bis zur Stirn ein offensichtlich großes Loch abdeckte. Das linke Auge war durch einen einzelnen, rot leuchtenden optischen Sensor ersetzt worden, das sich nun synchron mit dem verbleibenden Auge auf Arita richtete, die erschreckt zurückzuckte.

"Ich bin wahrlich betrübt, dass dein erster optischer Eindruck von mir derart erschreckend für Dich wirkt," begann der Dark Eldar mit einer sanften, melodiösen Stimme zu sprechen, "wenn dieser verdammte Exarch der Skorpionkrieger nicht derart unsportlich gehandelt hätte, könnte ich dich mit meinen wirklichen Augen betrachten, aber keine Sorge, er hat diese Tat wahrlich bereut."
Mit einem leisen Lachen trat er einen Schritt vor und beugte sich etwas zu Arita hinunter. "Wie unhöflich von mir," fuhr er fort, "ich vergaß mich vorzustellen. Mein Name ist Kheruakk Az´aroth, und ich darf mich glücklich schätzen, als Dracon der Kabale der Reißenden Klinge über diese tapferen Krieger zu befehligen."
Er verbeugte sich mit ausgestreckten Armen vor Arita, wie es ein Schauspieler nach einer gelungenen Vorstellung zu tun pflegt, und nahm sie bei den Schultern, wobei er sie mühelos vom Boden hochhob und sie vor sich in Augenhöhe hielt, während ihre Füße zehn Zentimeter über dem Boden hilflos strampelten.
"Keine Sorge, ich werde Dir kein Leid zufügen", sprach der Dracon mit leiser Stimme, "aber ich glaube ihr wisst, warum wir hier sind."
Arita stockte kurz und begann, Worte zu stammeln. "Können ... nicht wissen, sind nur Arbeiter ...", bevor die Worte in einem leisen Schluchzen und Wimmern untergingen.
"Natürlich könnt ihr es nicht wissen" sprach der Dark Eldar sanft, "ihr seit ja nur die Marionetten in dieser Schmierenkomödie, aber der Puppenspieler wird es mit Sicherheit wissen. Wo ist der Kommandant der Station?" fragte er etwas direkter, woraufhin Arita jedoch nur leise "Krankenstation" von sich gab. Kheruakh setzte sie vorsichtig ab, nahm sie jedoch am Arm und zog sie hinter sich her, während seine Krieger die restlichen wehrlosen Crewmitglieder fesselten und an der Wand aufreihten. Als Kheruakh mit seinem Gefolge an der Schleuse zur Krankenstation ankam, fanden sie diese jedoch verrammelt und unpassierbar vor. Kharuakh klopfte lautstark an die Tür und wartete. Von drinnen war hektisches Gerumpel zu hören.
"Kommandant?" rief der Dracon, "ich denke Ihr wisst warum ich hier bin. Und wenn Ihr diese Tür öffnet und kooperiert verspreche ich Euch, dass ich Euch und Eure Crew verschonen werde. Ihr habt mein Wort, dass sie ungestört zu Ihren Heimatwelten zurückkehren dürfen, nach diesem unglücklichen Zusammentreffen. Wie lautet Eure Antwort?".
"Ihr werdet ihn nicht brechen können" flüsterte Arita, "wir erwarten eine große imperiale Kampfflotte, die jeden Augenblick hier eintreffen müsste, und dieses Wissen macht uns unbeugsam". Mit einem grimmigen Lächeln sah sie Kheruakh in die Augen und fühlte Genugtuung.
"Ach, ihr meint die paar Schiffe, die wir auf unserem Weg von Char hierher angetroffen haben?" antwortete Kheruakh laut genug, so dass es sogar der Kommandant hören musste. "Ich hatte eigentlich gehofft, dass diese von mir persönlich eingefädelte "Rebellion" auf Char etwas mehr Aufmerksamkeit des Imperiums erhalten hätte, aber man kann ja nicht alles haben! Die Mannschaft, die aus den glühenden Trümmern geborgen werden konnte, erfreut sich zu diesem Zeitpunkt bereits in den Folterkammern meines Schiffes an den exquisitesten Qualen, und ich gehe davon aus, dass auch Ihr diese Erfahrung machen wollt. Es kommt natürlich darauf an, wie kooperativ Ihr Euch verhaltet. Nun, wollt ihr mir weiterhelfen?"
Nach einigen Minuten des Schweigens zerriss ein einzelner, scharfer Knall die unheimliche Stille, gefolgt von einem lauten Poltern und Entsetzensschreien des Krankenpersonals. Mit einem Lächeln drehte sich Kheruakh zu Arita um.
"Nun, wie es aussieht, hat der Hauptdarsteller dieses Stücks es vorgezogen, die Bühne zu verlassen. Daher biete ich nun Dir diese Entscheidung an."
Seine rechte Hand berührte fast zärtlich Aritas Wange und strich über ihr Gesicht. "Führe mich zur innersten Halle dieses Ortes."
Widerstrebend, aber fast hypnotisiert, leitete Arita sie in die letzte Halle der Basis, einer einfachen Lagerhalle, in der sich diverse Frachtcontainer und Hydraulikvorrichtungen stapelten. Selten war Arita hierher gekommen, aber sie hatte sich immer gefragt, warum die Luft hier drinnen so viel stickiger war als in den anderen Räumen der Asteroidenbasis.
"Ich habe einmal ein Sprichwort eures Volkes vernommen" sagte Kheruakh verträumt, "Das Essentielle ist nicht sichtbar für die Augen." Mit diesen Worten hob er den Arm, und aus dem in seiner Armschiene eingebauten Schattenkatapult zischte ein schwarzer Energieball auf die nächste unscheinbare Wand zu, traf das darin eingebettete Computerterminal und fraß sich noch einige Meter in den dahinterliegenden Felsen hinein. Arita wusste nicht wie ihr geschah, als die gegenüberliegende Wand plötzlich zu flackern und Wellen zu bilden begann, das Hologramm verblasste und eine durchsichtige Schleuse aus Plexiglas enthüllte, hinter der vier einzelne Männer in dunklen Roben an arkanen Geräten saßen. Mit einem weiteren Schuss aus seiner Armschiene zersprang das Plexiglas, aber die dahinter sitzenden Gestalten zuckten mit keiner Wimper.
"Ich lasse Euch die Wahl, ihr könnt mir berichten, was ich hören will, und damit Euer Leben retten."
"Wir wussten dass dieser Moment kommen wird" antwortete eine der Gestalten mit raschelnder Stimme, "und deshalb werdet Ihr nicht finden, was Ihr sucht. Wir haben dafür gesorgt."
"Wir werden sehen," antwortete Kheruakh gedankenverloren, "wenn Ihr erst an Bord meines Schiffes seit und die Freuden des Schmerzes erlebt habt, werden wir sehen, wie genau Ihr Euch wieder an Details erinnern könnt. Schafft sie weg."
Mit einem geistesabwesenden Wink des Dracons wurden die vier dunklen Gestalten von den Kriegern des Lords abgeführt.
"Und was Dich angeht...,"sagte Kheruakh und wandte sich wieder Arita zu, die zurückzuckte und sich in seinem Griff wand. Als sie erkannte, dass sie keine Chance hatte, ließ sie sich wimmernd zu Boden sinken.

"...Du brauchst keine Furcht zu haben. Auch wenn es derzeit nicht den Anschein danach hat, Du wirst mich bald zu schätzen wissen......"


*** Übertragung unterbrochen ***



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