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"Wann haltet ihr den Zeitpunkt zum Angriff für angebracht Meister?"
Areif flüsterte leise zur unbeweglichen Gestalt seines Exarchen hinüber. Der Exarch selbst, Lunder Ultrahen vom Weltenschiff Biel-Tan bewegte keinen Muskel. Sein unbehelmtes Gesicht zeigte keine Regung. Nicht einmal seine leeren, grünen Augen bewegten sich. Seit einer geschlagenen Stunde lag der siebenköpfige Skorpionkriegertrupp nun schon hinter dem flachen Hügel auf der Lauer. Viel Zeit zum Genießen der lauen Abendluft hatten Areif und seine Brüder aber nicht gehabt. Lunder hatte darauf bestanden, dass sie sich alle flach auf den Bauch legen mussten. Danach hatte der Exarch keine Order mehr von sich gegeben. Und auch auf Areifs Anfragen hatte sich keine Reaktion gezeigt. Es schien als würde ihr Anführer auf irgendwas warten...
Aber das Warten zog sich entsetzlich lange hin. Areif war langweilig, und die Aufregung über den bevorstehenden Kampf mit den niedergeborenen Chem-Pan-Sey war beim beobachten ihrer belanglosen Tätigkeiten rasch verflogen. Von ihrem Versteck aus konnten die Skorpionkrieger direkt in die feindliche Befestigungsanlage einsehen. Space Marines, die sogenannten Elitekrieger des Imperators, waren damit beschäftigt ihre Stellungen wiederaufzubauen und ihre Verteidigungsanlagen aufzumunitionieren. Angehörige der planetaren Verteidigungsstreitkräfte liefen hektisch umher, während ein schwarz uniformierter Offizier Befehle brüllte. Manche wirkten verzweifelt, nur aus Angst vor Exekution noch auf dem Schlachtfeld. Einige beteten inbrünstig auf ihren Knien vor einem kleinen Feldschrein ihres Imperators. Viele waren verletzt, ihre Helme geschwärzt oder abhanden gekommen. Andere trugen nicht mahl mehr ihre Standard Arma-Plast Weste.
Die Festung der Chem-Pan-Sey hatte unter der vorangegangenen Angriffswelle der Eldar furchtbar gelitten. Die Mauern waren niedergerissen, die Wachtürme verkohlt, von den wehrhaften Plastoid-Stahl Bunkern waren nur noch wenige intakt, und obwohl Areif nichts riechen konnte, nahm er dennoch den Hauch von verbrannter Erde, explodierten Wracks grobschlächtiger Fahrzeuge und verkohlten Leichen war.
Ja die Chem-Pan-Sey hatten sich gewehrt. Sie hatten verzweifelt gekämpft und würden auch jetzt nicht aufgeben. Diese Kämpfer hatten die mächtigen Feuerwalzen der Geisterkrieger von Iyanden überlebt. Sie hatten mit den wilden Reitern von Saim-Hann und ihrem Klingenwind gerungen, sie hatten die Nacht unter dem Feuer der Weltenwanderer, der Ranger von Alaitoc gestanden und den todbringenden, geheimnisvollen Kräften der Ulthwérunenleser sowie ihrer schwarzen Garde getrotzt. Wahrlich, die Kämpfe waren heftig gewesen, aber nichts konnte den vereinigten Streitkräften der Weltenschiffe für lange Zeit widerstehen. Die Runenpropheten aller Eldarweltenschiffe waren sich einig gewesen, jetzt den großen Plan einzuleiten. Damit war die Entscheidung gefallen zunächst das zurück zu fordern, was rechtmäßig ihnen gehörte. Somit hatten die fünf größten Weltenschiffe ihre kleinen, internen Differenzen beigelegt und gemeinsam schon in wenigen Tagen ein gutes Dutzend geschändete Exoditenwelten, und andere Planeten auf die sie uralte Ansprüche hatten zurückzuerobern. Areif musste lächeln, als er daran dachte welches Vergnügen es doch bereitete ihre Gartenwelten von dem dreckfressenden, imperialen Abschaum gründlichst zu reinigen. Doch dies war eine andere Sache.
Normalerweise reichte ein verheerender Sturmangriff der Eldar aus, den Großteil der überraschten, schlecht organisierten Verteidiger niederzumachen und den Rest geschockt und völlig Handlungsunfähig zurückzulassen, aber hier...hier auf Beit´Ha Jiel, den Planeten den die imperialen in ihrer schlichten Sprache einfach Galadon Secundus nannten waren die Eldar auf erbitterten Widerstand gestoßen. Der planetare Gouverneur war kein Dummkopf. Er unterhielt gut ausgerüstete Privatarmeen und Festungen, die so stark gepanzert waren, das man sie nicht mal mit Bombardements aus dem Orbit vernichten konnte. Und nun hatten die Verteidiger auch noch Unterstützung in Form einer Space Marine Armee bekommen.
Obwohl die gut platzierten Flotten der Eldar alle Sektoreingänge blockierten und Versorgungskonvois, und sogar Kampfflotten bisher erfolgreich abgewehrt hatten drängte die Zeit. Aber nun. Nun da der Klingensturm von Biel-Tan den letzten entscheidenden Sturmangriff durchführen sollte...
Der Exarch riss den Kopf hoch. Seine zwei nach vorn baumelnden Zöpfe, die sich von dem ansonst kurzgeschorenen dunkelblonden Haar abhoben flogen um sein Gesicht. Lunders Muskeln schienen sich zu verkrampfen, und ein perverses Lächeln umspielte seine alterslosen Lippen. "Es ist soweit meine Schüler," sagte er ruhig.
"Unser geschätzter Runenprophet Eliatan Menuid hat beschlossen den Angriff jetzt durchzuführen. Er hat meinen Geist berührt und mir seinen Plan mitgeteilt. Jetzt, obwohl erst ein Teil unserer Streitmacht eingetroffen ist, und unsere Verstärkungen noch unterwegs zu uns sind." Er zog sein kunstvoll verziertes Energieschwert aus der Scheide am Rücken. "Herr!" Warf Areif überrascht ein, als sich der Trupp gebückt durch das hohe Gras aufmachte um das Schlachtfeld zu infiltrieren. "Was machen wir jetzt, ohne Verstärkung und weit von unseren Truppen entfernt?!" Der Exarch sah zu Areif hinüber. Seine Lippen lächelnd in einem unnatürlichen Winkel fast bis zu den Ohren gezogen, seine Zähne fest aufeinander gebissen. Lunders Augen glühten als er sich seinen Helm vom Gürtel schnallte und ihn sich über den Kopf zog. " Nun...," begann er ruhig. "Wir sterben."
"Wann haltet ihr den Zeitpunkt zum Angriff für angebracht Meister?"
Areif flüsterte leise zur unbeweglichen Gestalt seines Exarchen hinüber. Der Exarch selbst, Lunder Ultrahen vom Weltenschiff Biel-Tan bewegte keinen Muskel. Sein unbehelmtes Gesicht zeigte keine Regung. Nicht einmal seine leeren, grünen Augen bewegten sich. Seit einer geschlagenen Stunde lag der siebenköpfige Skorpionkriegertrupp nun schon hinter dem flachen Hügel auf der Lauer. Viel Zeit zum Genießen der lauen Abendluft hatten Areif und seine Brüder aber nicht gehabt. Lunder hatte darauf bestanden, dass sie sich alle flach auf den Bauch legen mussten. Danach hatte der Exarch keine Order mehr von sich gegeben. Und auch auf Areifs Anfragen hatte sich keine Reaktion gezeigt. Es schien als würde ihr Anführer auf irgendwas warten...
Aber das Warten zog sich entsetzlich lange hin. Areif war langweilig, und die Aufregung über den bevorstehenden Kampf mit den niedergeborenen Chem-Pan-Sey war beim beobachten ihrer belanglosen Tätigkeiten rasch verflogen. Von ihrem Versteck aus konnten die Skorpionkrieger direkt in die feindliche Befestigungsanlage einsehen. Space Marines, die sogenannten Elitekrieger des Imperators, waren damit beschäftigt ihre Stellungen wiederaufzubauen und ihre Verteidigungsanlagen aufzumunitionieren. Angehörige der planetaren Verteidigungsstreitkräfte liefen hektisch umher, während ein schwarz uniformierter Offizier Befehle brüllte. Manche wirkten verzweifelt, nur aus Angst vor Exekution noch auf dem Schlachtfeld. Einige beteten inbrünstig auf ihren Knien vor einem kleinen Feldschrein ihres Imperators. Viele waren verletzt, ihre Helme geschwärzt oder abhanden gekommen. Andere trugen nicht mahl mehr ihre Standard Arma-Plast Weste.
Die Festung der Chem-Pan-Sey hatte unter der vorangegangenen Angriffswelle der Eldar furchtbar gelitten. Die Mauern waren niedergerissen, die Wachtürme verkohlt, von den wehrhaften Plastoid-Stahl Bunkern waren nur noch wenige intakt, und obwohl Areif nichts riechen konnte, nahm er dennoch den Hauch von verbrannter Erde, explodierten Wracks grobschlächtiger Fahrzeuge und verkohlten Leichen war.
Ja die Chem-Pan-Sey hatten sich gewehrt. Sie hatten verzweifelt gekämpft und würden auch jetzt nicht aufgeben. Diese Kämpfer hatten die mächtigen Feuerwalzen der Geisterkrieger von Iyanden überlebt. Sie hatten mit den wilden Reitern von Saim-Hann und ihrem Klingenwind gerungen, sie hatten die Nacht unter dem Feuer der Weltenwanderer, der Ranger von Alaitoc gestanden und den todbringenden, geheimnisvollen Kräften der Ulthwérunenleser sowie ihrer schwarzen Garde getrotzt. Wahrlich, die Kämpfe waren heftig gewesen, aber nichts konnte den vereinigten Streitkräften der Weltenschiffe für lange Zeit widerstehen. Die Runenpropheten aller Eldarweltenschiffe waren sich einig gewesen, jetzt den großen Plan einzuleiten. Damit war die Entscheidung gefallen zunächst das zurück zu fordern, was rechtmäßig ihnen gehörte. Somit hatten die fünf größten Weltenschiffe ihre kleinen, internen Differenzen beigelegt und gemeinsam schon in wenigen Tagen ein gutes Dutzend geschändete Exoditenwelten, und andere Planeten auf die sie uralte Ansprüche hatten zurückzuerobern. Areif musste lächeln, als er daran dachte welches Vergnügen es doch bereitete ihre Gartenwelten von dem dreckfressenden, imperialen Abschaum gründlichst zu reinigen. Doch dies war eine andere Sache.
Normalerweise reichte ein verheerender Sturmangriff der Eldar aus, den Großteil der überraschten, schlecht organisierten Verteidiger niederzumachen und den Rest geschockt und völlig Handlungsunfähig zurückzulassen, aber hier...hier auf Beit´Ha Jiel, den Planeten den die imperialen in ihrer schlichten Sprache einfach Galadon Secundus nannten waren die Eldar auf erbitterten Widerstand gestoßen. Der planetare Gouverneur war kein Dummkopf. Er unterhielt gut ausgerüstete Privatarmeen und Festungen, die so stark gepanzert waren, das man sie nicht mal mit Bombardements aus dem Orbit vernichten konnte. Und nun hatten die Verteidiger auch noch Unterstützung in Form einer Space Marine Armee bekommen.
Obwohl die gut platzierten Flotten der Eldar alle Sektoreingänge blockierten und Versorgungskonvois, und sogar Kampfflotten bisher erfolgreich abgewehrt hatten drängte die Zeit. Aber nun. Nun da der Klingensturm von Biel-Tan den letzten entscheidenden Sturmangriff durchführen sollte...
Der Exarch riss den Kopf hoch. Seine zwei nach vorn baumelnden Zöpfe, die sich von dem ansonst kurzgeschorenen dunkelblonden Haar abhoben flogen um sein Gesicht. Lunders Muskeln schienen sich zu verkrampfen, und ein perverses Lächeln umspielte seine alterslosen Lippen. "Es ist soweit meine Schüler," sagte er ruhig.
"Unser geschätzter Runenprophet Eliatan Menuid hat beschlossen den Angriff jetzt durchzuführen. Er hat meinen Geist berührt und mir seinen Plan mitgeteilt. Jetzt, obwohl erst ein Teil unserer Streitmacht eingetroffen ist, und unsere Verstärkungen noch unterwegs zu uns sind." Er zog sein kunstvoll verziertes Energieschwert aus der Scheide am Rücken. "Herr!" warf Areif überrascht ein, als sich der Trupp gebückt durch das hohe Gras aufmachte um das Schlachtfeld zu infiltrieren. "Was machen wir jetzt, ohne Verstärkung und weit von unseren Truppen entfernt?!" Der Exarch sah zu Areif hinüber. Seine Lippen lächelnd in einem unnatürlichen Winkel fast bis zu den Ohren gezogen, seine Zähne fest aufeinander gebissen. Lunders Augen glühten als er sich seinen Helm vom Gürtel schnallte und ihn sich über den Kopf zog. " Nun...," begann er ruhig. "Wir sterben."




Urheberrecht: Michael Zupp, 2002



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