Um euch den Gang zu Soundtrack.net zu ersparen, deren Server aufgrund der enormen Beanspruchung des öfteren in die Knie geht, prÀsentiere ich euch hier meine persönliche Beschreibung der einzelnen Soundtrack-Ausschnitte:
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The Prophecy
Das StĂŒck beginnt sehr langsam und ruhig. Doch zum Ende des Ausschnitts hin steigern sich Instrumente und Chor mehr und mehr. Die Stimmung ist von Anfang an mystisch und episch gehalten.
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Concerning Hobbits
Das einzige humorvoll geprĂ€gte StĂŒck des Soundtracks. Dies ist die Erkennungsmelodie fĂŒr die Hobbits und wird im ganzen Film immer wieder auftauchen. Die verspielte und lĂ€ndlich geprĂ€gte Melodie mit ihren vielen verschiedenen Instrumenten (v.a. das Flöten-Solo!) erinnert stark an klassische Fantasy- und MĂ€rchenthemes.
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The Shadow of the Past
Eine sehr unheimliche und kraftvolle Melodie baut sich hier auf und schwillt zu einem bedrohlichen StĂŒck an. Vermutlich als Gandalf Frodo von der wahren Natur des Rings erzĂ€hlt. Laut Dan Goldwasser taucht dieses Motiv immer wieder im Soundtrack auf.
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The Treason of Isengard
Das StĂŒck zu Gandalfs Diskussion mit Saruman und seiner Gefangennahme im Orthanc. Auch hier zeigt sich das Orchester von seiner dĂŒsteren und aggressiven Seite.
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The Black Rider
Trotz des Titels haben wir hier zunĂ€chst eine ziemlich freundliche und lebendige Melodie vorlegen, die immer wieder von dumpferen KlĂ€ngen durchbrochen wird. Weiter kommt der Ausschnitt leider nicht, aber es lĂ€sst sich schon gut erkennen, dass es sich hier um ein schnelles und hektisches StĂŒck handelt.
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At The Sign Of The Prancing Pony
Ein unglaublich krĂ€ftiger und erschreckender Chor stimmt hier plötzlich mit aggressivem Gesang ein. Sie singen in der Schwarzen Sprache, GĂ€nsehaut garantiert! Vermutlich das StĂŒck zu Frodos versehentlichem Aufsetzen des Rings und der Begegnung mit Streicher.
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A Knife In The Dark
Die Fortsetzung des unheimlichen Chors, diesmal in sehr viel höheren Stimmlagen. Auch hier unterbricht der Ausschnitt wieder einmal den Spannungsaufbau. Dieses StĂŒck begleitet den Angriff auf der Wetterspitze.
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Flight To The Ford
Hier hören wir leider nur eine ruhige und entspannende Orchester-Melodie. Der zwangslÀufig zum Titel gehörende rasante Teil folgt wohl erst nach den ersten 30 Sekunden.
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Many Meetings
Nach all den dunklen und unheimlichen KlĂ€ngen endlich ein ganzheitlich harmonisches und beruhigendes StĂŒck. Laut Dan Goldwasser ist dies die Erkennungsmelodie der GefĂ€hrten, die ĂŒberall und stĂ€ndig wieder auftaucht.
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The Council Of Elrond
Kraftvoll und bestimmt setzt hier das Orchester ein und spielt eine majestÀtischer klingende Version der GefÀhrten-Melodie. SpÀter wird dem noch Enyas melancholische Stimme hinzukommen.
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The Ring Goes South
Dieses StĂŒck beginnt ruhig und ohne besondere Kennzeichen, die Hauptmelodie baut sich erst im spĂ€teren Verlauf auf. Daher ist der kurze Ausschnitt nicht sehr ergiebig.
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A Journey In The Dark
Die Reise der GefĂ€hrten durch Moria wird durch eine extrem rasante und spannungsgeladene Musik begleitet, die sofort von Beginn an einsetzt und den Zuhörer förmlich mitreiĂt.
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The Bridge of Khazad Dum
Die Fortsetzung der hektischen Moria-Melodie, doch diesmal begleitet von tiefen MÀnnerchören mit unkonventionellem und sehr unheimlichen Sprechgesang. Man beachte das stetige Trommeln im Hintergrund.
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Lothlorien
Ein unerwartet dĂŒster und mystisch geprĂ€gtes StĂŒck. Im Hintergrund hören wir eine weibliche Stimme mit sehr ungewohntem und eher unharmonischen Ă€therischem Gesang. Am Ende des Ausschnitts setzt das Orchester mit einer traurigen und tiefen Melodie ein. Das ganze passt gerade deswegen perfekt zur AtmosphĂ€re des magischen LĂłriens und dem Herbst des Elbenvolkes.
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The Great River
Hohe Frauenchöre treiben die epische und majestÀtische Melodie an wÀhrend die GefÀhrten die SÀulen von Argonath passieren.
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Amon Hen
Wieder ein sehr spannungsgeladenes StĂŒck, das sich allmĂ€hlich zu voller epischer StĂ€rke aufbaut.
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The Breaking of the Fellowship
Das Ende des Films findet sich im kindlich klingenden und gefĂŒhlvollen Gesang von Edward Ross und strahlt unendlich viel Trauer und Abschiedsstimmung aus.
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May It Be
Enyas Song zum Film, der mittlerweile bereits bekannt sein sollte. Angesichts der vorangegangenen StĂŒcke scheint sie sich sehr gut in die gesamte Stimmung von Howard Shores StĂŒcken einzufĂŒgen und einen vollendeten Abschluss des Soundtracks zu bilden.
Alles in allem bin ich als groĂer Fan der Filmmusik enorm beeindruckt von dem, was ich hier zu hören bekam. Shore ist es gelungen eine eigenstĂ€ndige und vielschichtige Filmmusik fernab von jeglichen Standards und Klischees zu erschaffen. Auch Dan Goldwasser selbst lobte Howard Shores Werk in höchsten Tönen, und betitelte er es als einen der besten Soundtracks des Jahres.
Quelle:
Soundtrack.net