Deathwatch

von Boris Schmidt







ISBN
1-844-16365-2

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Death Watch II: Warrior Coven

„Warrior Coven“ ist der zweite Band von CS Goto über die Deathwatch und damit der Nachfolger von „Warrior Brood“. Deshalb verwundert es wenig, dass alte Bekannte aus dem ersten Band auftauchen, in diesem Fall der in der Deathwatch dienende Imperial Fists Captain Octavius und der Skriptor der Angels Sanguine, Ashok.

Zum Inhalt:
Von einer inquisitorialen Raumstation in der Nähe des Wirbels des Chaos aus beobachten Mitglieder des Ordo Xenos und Malleus, wie sich in einem Nebel seltsame Phänomene zeigen. Vor langer Zeit hatte Eldrad Ulthran außerdem einen geheimen Beistandspakt mit dem Imperium ausgehandelt, der beinhaltete, dass die Eldar von Ulthwé den Menschen Informationen liefern sollten und dafür eines Tages Unterstützung verlangen dürften.
Als Ulthwé von Überfällen der Dark Eldar geplagt wird und sich nicht ausreichend verteidigen kann, wird deshalb ein Killteam der Deathwatch ausgesandt, um den Eldar dort beizustehen. Im Laufe dieser Unterstützungsaktionen werden Skriptor Ashok und zwei hochrangige Seher der Eldar auf den Planeten Hesperax verschleppt, der von Lelith Hesperax beherrscht wird. Das übrige Deathwatch-Team verfolgt die Schiffe der Dark Eldar natürlich und gerät auf Hesperax in einen lange geplanten Hinterhalt der Dark Eldar. Es stellt sich heraus, dass Lelith eine Dämonenprinzessin des Slaanesh beschwören will und dazu noch Seelen braucht, die von der Deathwatch kommen sollen. Auch die Rolle von Ulthwé wird mit Fortschreiten der Ereignisse immer schwieriger zu durchschauen.
Dieser Roman reiht sich qualitativ für mich nahtlos in die Reihe der bisherigen Werke von CS Goto ein, und das ist kein Kompliment. Die Handlung ist dünn und vorhersehbar, die Charaktere bieten auch wenig Interessantes. Insgesamt hab ich mich eher durch das Buch gequält, Spannung kam jedenfalls wenig auf. Hinzu kommen grobe Ungereimtheiten in der Handlung, so streift Ashok ungehindert auf Ulthwé umher und gelangt sogar unbehelligt zur Unendlichkeitsmatrix! Auch die Tatsache, dass die Fregatte der Deathwatch keinen Navigator an Bord hat, weil sie eh nicht vorhatten, eine Warpreise zu unternehmen ist lachhaft, wenn man bedenkt, dass der letzte Seelenverkäufer in der Imperialen Flotte einen an Bord haben muss. Außerdem zeichnet sich Goto leider dadurch aus, dass er, sobald er einen „ungewöhnlichen“ Begriff gefunden hat, diesen bis zum bitteren Ende immer wieder und wieder verwendet, was die Frustration des Lesers weiter erhöht. Diese Probleme waren mir bereits aus seinen anderen Romanen bekannt, aber da er offenbar unfähig ist, dieses abzustellen, rate ich dringend davon ab, dieses Buch zu lesen. Interessant ist es in meinen Augen höchstens für Hardcore-Fans der Dark Eldar und vielleicht noch für an Ulthwé Interessierte, wobei diese sich eher ärgern werden.

Boris Schmidt, 2006

 



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